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Roggenburg

28.05.2020

Autofahrer können jetzt Strom tanken am Kloster Roggenburg

Präg-Geschäftsführer Marc Deisenhofer, Pater Roman Löschinger und Bürgermeister Mathias Stölzle (von links) bei der Einweihung der Ladesäule.
Bild: A. Häusler

Plus Auf einem der Parkplätze der Klosteranlage in Roggenburg geht eine E-Ladesäule in Betrieb. Der Bedarf ist bereits da. Zudem ist eine Fotovoltaikanlage geplant.

Strom tanken – das können Fahrer von Elektroautos jetzt in Roggenburg: Auf Parkplatz 3 der Klosteranlage ist am Dienstag die frisch installierte Ladestation des Kemptener Energiedienstleisters Präg eingeweiht worden.

Zwei Autos können dort, nahe dem Walderlebniszentrum, parallel betankt werden. Nutzbar ist die Elektro-Zapfsäule mit 22 Kilowatt Leistung per Smartphone und Kreditkarte oder mithilfe von Ladekarten via e-Roaming. „Das ist ein wichtiger Ausbauschritt in unserer Gesamtstrategie“, sagte Prämonstratenserpater Roman Löschinger, Leiter des Bildungszentrums für Familie, Umwelt und Kultur, als sich Vertreter von Kloster, Kommune und Dienstleister zur Segnung der Neuanschaffung versammelt hatten.

Die Tankstelle wird mit Ökostrom betrieben

Denn am Klostergebäude planen die Patres nun noch den Einbau einer Fotovoltaikanlage. Mit dem dort gewonnenen Strom könnte künftig auch die Tankstelle funktionieren, die derzeit mit Ökostrom aus Wasserkraft betrieben wird.

Autofahrer können jetzt Strom tanken am Kloster Roggenburg

Jetzt, wo die Ladestation da ist, könne die spürbare Nachfrage gedeckt werden und, so sagte es Löschinger, es brauche nun keine Notlösungen mehr wie das Anzapfen des Stromanschlusses am nahe gelegenen Waldpavillon. Auf dort erreichbare Steckdosen nämlich waren E-Autofahrer in der Vergangenheit immer wieder ausgewichen, um ihre leer gefahrenen Autos wieder gen Heimat bewegen zu können.

Der Roggenburger Bürgermeister Mathias Stölzle sagte: „Wir brauchen diese Infrastruktur ganz besonders.“ Denn diesbezüglich habe die Gemeinde bislang ein Defizit gehabt und das Fahren mit Strom werde im Energiemix der Zukunft in jedem Fall eine bedeutende Rolle spielen.

Roggenburg ist ein beliebtes Ausflugsziel

Präg-Geschäftsführer Marc Deisenhofer freute sich darüber, nun Roggenburgs erste E-Tankstelle gebaut zu haben. „Und es ist besonders schön, sie an diesem Standort zu installieren“, ergänzte er. Denn die aus Krumbach stammende Unternehmerfamilie fühle sich dem Roggenburger Kloster schon lange verbunden.

Präg betreibe und betreue mittlerweile rund 30 Ladesäulen, nun wünsche er sich, dass auch die neueste gut angenommen wird, sagte Deisenhofer. Zumal die Säule auf dem Areal noch einen weiteren Vorteil habe: Sie mache keinen Lärm und störe damit auch nicht die klösterliche Ruhe.

Die Chancen auf Tank-Kunden dürften gut stehen, schließlich ist Roggenburg ein beliebtes Ausflugsziel. Und das Bildungszentrum ziehe mit seinen Veranstaltungen gerade auch viele umweltbewusste Besucher an, sagte Löschinger. Die Resonanz auf die auf dem Klostergelände schon befindliche Ladestation für E-Fahrräder sei jedenfalls groß, erzählte Klosterverwalter Christian Fischer. Wann die Klostergemeinde mit der eigenen Solarstromanlage den nächsten Schritt in Sachen erneuerbare Energien umsetzt, steht aber noch nicht fest.

Weitere Artikel über Roggenburg und das Kloster lesen Sie hier;

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