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16.03.2015

Autogramm für gute Nachbarschaft

Anlieger müssen Bau zustimmen

Eine Unterschrift macht den Unterschied: Der Roggenburger Gemeinderat hat kürzlich die Bauvorfrage eines Bürgers für ein Einfamilienhaus abgelehnt. Trotz einiger Abweichungen hatte sich das Gremium zuvor positiv zu dem Vorhaben geäußert. Der Grund: Auf der Bauvoranfrage fehlt noch eine Nachbarunterschrift, die der Bauwerber nachreichen muss.

Bürgermeister Mathias Stölzle wies auf die schützende Wirkung eines Bebauungsplanes für die Anwohner hin. Im Rat ergab sich daraus eine Grundsatzdebatte darüber, ob Abweichungen ohne das Einvernehmen der Anlieger genehmigt werden sollten.

Die Unterschrift sei auch notwendig für eine spätere gute Nachbarschaft, die das Zusammenleben für Jahrzehnte präge, sagte dazu der Rathauschef.

Gemeinderat Johann Ott plädierte für die Zustimmung – auch ohne das Autogramm. Er war der Meinung, dass der Ratsbeschluss auch so seine Gültigkeit habe. Dem widersprachen seine Ratskollegen. „Es ist recht und billig, den Nachbarn zu fragen“, sagte Thomas Franke.

Der Bauwerber habe alle Optionen offen und der Gemeinderat sollte den geraden Weg gehen. Dritter Bürgermeister Karl Gerstlauer bemerkte, dass es „kein guter Stil“ sei, die Nachbarn nicht über ein Bauvorhaben zu informieren.

Mit 13 zu eins Stimmen beschlossen die Räte, dass Abweichungen vom Bebauungsplan nur mit den vollständigen Nachbarunterschriften genehmigungsfähig sein sollen. (mde)

Die Diskussion ist geschlossen.

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