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Ulm

23.11.2016

Axel Schulz kämpft jetzt für die Ernst-Prost-Stiftung

Im Blitzlichtgewitter: Ernst Prost (links) neben seiner Lebensgefährtin Kerstin Thiele sowie Axel Schulz, der jüngst 15 Kilo abnahm.
Bild: Alexander Kaya

Einer der prominentesten Ex-Boxer ist jetzt „Botschafter“. Was der Liqui-Moly-Chef mit ihm vor hat.

Aus der Öffentlichkeit hat sich Ernst Prost, der geschäftsführende Gesellschafter des Ulmer Schmiermittelherstellers Liqui-Moly, eigentlich komplett zurückgezogen. Für die Vorstellung des neuen Gesichts und unentgeltlichen Helfers seiner Stiftung macht er eine Ausnahme: Axel Schulz, ehemaliger Profiboxer im Schwergewicht, der es durch eine umstrittene Punktniederlage gegen Boxlegende George Foreman zu Ruhm und Ehre brachte, wird künftig Botschafter der Stiftung und so helfen, Spenden einzutreiben. Und das kann er: Durch diverse Golf-Charity-Turniere hat er im Laufe der Jahre geholfen, über 20 Millionen Euro einzusammeln.

„Hallo ick bin der Axel“, sagt er in Brandenburger Dialekt und winkt den im Liqui-Moly-Hauptquartier versammelten Journalisten zu. Ulm kennt er, für einen, der in Frankfurt/Oder wohnt, vergleichsweise gut: Erst vor ein paar Wochen war er als Botschafter seines Hauptsponsors Star einer Autogrammstunde bei Abt. Und für einen guten Zweck golfte er in Ulm. „Ick wes nur noch, dass da Bahngleise direkt neben dem Golfplatz waren.“ Den Kontakt zu Axel Schulz, dem 48-jährigen Boxrentner, stellte die Lebensgefährtin von Ernst Prost her. Wie Axel Schulz, ist Stiftungsmanagerin Kerstin Thiele, eine waschechte Brandenburgerin. Die Prost-Stiftung unterstützt in Frankfurt/Oder die Löwenkinder, ein Projekt unter der Schirmherrschaft von Axel Schulz, was nun zu einer Zusammenarbeit führte. Mit je einer sechsstelligen Summe aus seinem Privatvermögen finanziert Prost seine beiden Stiftungen. Die 2010 gegründete Ernst-Prost-Stiftung hilft, vornehmlich in Deutschland, unschuldig in Not geratenen Menschen. Die „Ernst Prost Foundation“ unterstützt Menschen in zahlreichen afrikanischen Ländern. Angesichts mancher als Steuervermeidungsinstrument ins Gerede gekommener Stiftungen betont Prost, dass es sich bei seiner Stiftung um eine ausschließlich mildtätige und gemeinnützige handle, die sozial-karitativen Zwecken diene.

Der fast 60-jährige Prost beschreibt es als eine Pflicht für reiche Unternehmer wie ihn, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Durch Axel Schulz erwartet sich Prost ein höheres Spendenaufkommen außerhalb seines Zutuns. In den vergangenen Jahren schwankten die Spendensummen zwischen einer halben Million und 40000 Euro. „Mit Geld kann man durchaus gewisse Probleme lösen“, sagt Prost. Ob es um ein geregeltes Essen und Mittagsbetreuung für Kinder in Berlin-Mahrzahn oder Flüchtlingslagern gehe. „Und Prominenz ist wichtig, um für solche Probleme mehr Gehör zu finden“, sagt Prost.

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„Ich habe gemerkt, dass ich viel erreichen kann“, sagt Schulz. Wie der Stiftungsvorstand, engagiert sich der Ex-Boxer ehrenamtlich, damit die Ernst Prost Stiftung möglichst viel Hilfe leisten kann. In der Satzung sei dies explizit festgelegt. Seinen ersten Einsatz für die Stiftung hat Schulz am 4. Dezember beim Eishockey-Erstligisten Eisbären Berlin. Dort will er eine Auktion von Trikots fördern.

Auch rund um Ulm ist Prost gewillt zu helfen. Seit zwei Monaten finanziert seine Stiftung etwa das Canapé Café in der Ulmer Weststadt. Ein erklärter Ort des Willkommenseins, des Seins und des Begegnens, der sich die Integration unterschiedlichster Lebenssituationen in unserer Gesellschaft vorgenommen hat.

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