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Bund und Länder beschränken Feiern in öffentlichen Räumen auf 50 Teilnehmer

13.07.2010

Baggern bei 35 Grad

Denny Eiselt arbeitet zur Zeit mit seinem Radlager auf dem Fahrradweg zwischen Babenhausen und Oberroth. Ein Käppi trägt er nicht, aber seine Sonnencreme hat er immer in der Tasche. Foto: Anja Schuster
Bild: Anja Schuster

Illertissen Auf dem Feldweg flirrt die Hitze und die Sonne brennt vom Himmel. Mittendrin schwitzende Bauarbeiter mit nacktem Oberkörper - im Sommer ein alltägliches Bild. Doch gerade sie trifft die momentane Hitzewelle besonders stark.

Auch Denny Eiselt ist Straßenbauer: "Natürlich könnte es kühler sein, aber mir ist es lieber zu heiß, als zu kalt." Für ihn sind die Hitze und die Sonne auch gar nicht das größte Problem. Viel schlimmer seien die Bremsen und Fliegen. Für seinen heißen Arbeitstag ist er bestens gerüstet. "Ich trinke insgesamt fünf bis sechs Liter am Tag." Vor allem Wasser und Cola. Auf Alkohol und Kaffee verzichte er dagegen, weil ihm sonst die Hitze zu Kopf steige. Und seine Sonnencreme, die hat er immer in der Hosentasche.

Das rät auch die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Die hat jetzt im Rahmen ihrer "Sommer-Sonne"-Aktion etwas Neues herausgebracht: das sogenannte "Sonno-Meter". Je nach Sonneneinstrahlung verfärbt sich die Karte und nach 30 Sekunden zeigt sie, welcher Lichtschutzfaktor notwendig ist. Denny Eiselt findet es gut: "Die Karte würde ich benutzen."

Auch Christian Klimmer kennt das Problem mit den hohen Temperaturen. Der Miteigentümer einer Gärtnerei in Altenstadt weiß: "Im Gewächshaus ist es wärmer als draußen." Dort habe es bis zu 48 Grad. Zwar gebe es eine Art Jalousie, aber ansonsten müsse man das aushalten. "Für die Pflanzen gibt es jede Stunde einen feinen Wassernebel, damit die Temperaturen sinken." Er selbst bekomme allerdings leider keine solche Dusche. Um der größten Hitze zu entgehen, beginnt sein Arbeitstag derzeit früh. "Ich fange um sieben Uhr an und kann dann früher Schluss machen", so Klimmer.

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So etwas kennt Denny Eiselt nicht. "Wir arbeiten ganz normal von 7 bis 17.30 Uhr, immer mit einer halben Stunde Pause." Egal welche Temperaturen es draußen habe.

Auch Alexander Motz, Geschäftsführer der Baufirma Kurt Motz, sieht das Ganze gelassen: "Die jetzigen Temperaturen sind ja nicht die Regel." Deshalb werde auch in seiner Firma nach Plan gearbeitet. Er rate aber immer allen seinen Mitarbeitern, ausreichend zu trinken.

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