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Freizeit

15.05.2015

Bahn frei für Eislaufanlage aus Kunststoff

Auf einer Dachterrasse geht es künftig rutschig zu. Bedenken gibt es jedoch auch

Eine weitere Eislaufbahn kommt in die Stadt – aus Kunststoff und als Dachterrasse. Nachdem der Bauausschuss die Entscheidung zur Genehmigung des Freizeitgeländes auf dem Bowlingcenters an der Steubenstraße vor zwei Monaten vertagt hatte, votierte er jetzt gegen fünf Stimmen für die Anlage.

Den Anlass für die Neuauflage im Ausschuss gaben die von den Betreibern vorgesehenen Öffnungszeiten der Eislauffläche, die den Räten Bauchschmerzen bereitet hatten. Dienstags bis sonntags jeweils bis zehn Uhr in der Nacht erschien manchem zu großzügig bemessen, weil das Freizeitvergnügen auf dem Dach stets von Musik begleitet werde. Gespräche der Verwaltung mit Geschäftsführerin Rebekka Popko hatten vorerst zu keiner Änderung geführt. Die hielt Oberbürgermeister Gerold Noerenberg auch nicht für erforderlich, weil das vorliegende Lärmgutachten unter zahlreichen Auflagen die Anlage erlaube. „Wir haben da keine Möglichkeit einzugreifen.“ Allerdings hatte Popko schriftlich darum gebeten, die Öffnungszeiten zunächst zuzulassen. Nach einem Jahr Betriebszeit mit den entsprechenden Erfahrungen könne neu darüber gesprochen werden. Christina Richtmann, die das Ganze für „eine tolle Sache“ hielt, verwies auf die Nachbarschaft. Die Bewohner könnten sich notfalls über die Wohnungsbaugesellschaft beschweren. Mechthild Destruelle (Grüne) hielt weniger die Musik für störend als den nächtlichen An- und Abfahrlärm der Autos. Siegfried Messner (Pro), den immer noch „Magenschmerzen“ plagten, wollte wegen der Öffnungszeiten noch mal auf die Betreiber einwirken.

Werfen neue Häuser den Schall zurück?

Weit in die Zukunft blickte erneut CSU-Rat Thomas Mayer. Mit der unmittelbaren und direkten Schallausbreitung könne es nicht sein Bewenden haben. Wenn demnächst erst mal das Trucksäß-Areal am Allgäuer Ring mit Hochbauten ausgestattet sei, komme der Schall von dort erst richtig zurück. Da „addiert sich doch Verkehrs- und Musiklärm, wie wollen wir dann reagieren“. Darin nun erkannten Noerenberg und sein Justiziar Thomas Hofmann kein Problem. Das lasse sich bewältigen, indem der Bauausschuss dem Bauherrn dort entsprechende Auflagen mache. Lärmpegel um 35 bis 40 Dezibel, wie sie im Gutachten ermittelt worden seien, ergäben sich überhaupt in jedem Wohngebiet, seien also auch für Eislaufbahn vertretbar. (grr)

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