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Weißenhorn

07.12.2018

Bahn frei für günstige Wohnungen in Weißenhorn

In Weißenhorn sollen günstige Wohnungen entstehen – und das möglichst auf einer kleinen Fläche. Der Entwurf des Bebauungsplans wird nun erneut öffentlich ausgelegt.

Der Bebauungsplan für das Gebiet Nord II am nördlichen Ortsrand nimmt langsam Form an. Zuvor hat sich die Stadt mit unzufriedenen Anwohnern geeinigt.

Die Stadt Weißenhorn will über ihre Wohnungsgesellschaft (WGW) günstigen Wohnraum schaffen und dabei gleichzeitig die Sorgen der Anwohner ernst nehmen: Der Bauausschuss hat nun den Bebauungsplan „Nord II“ weiter vorangebracht. Das Gebiet liegt nördlich des Spitalwegs am Ortsrand. Dort sollen fünf Häuser mit acht bis zwölf Wohnungen entstehen. Die WGW spricht von einer hohen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum.

Nachdem die Räte im Juni für zwei der Häuser zwölf statt der ursprünglichen acht Wohnungen beschlossen hatten, wurde der Entwurf schon einmal öffentlich ausgelegt. Dabei kamen einige Einwände von den Bürgern, sodass die Stadt deswegen eine Bürgerversammlung veranstaltete.

Die Gebäude werden niedriger

Dort einigten sich Verwaltung und Bürger laut Bürgermeister Wolfgang Fendt darauf, die erlaubte Gebäudehöhe von 10,5 Metern auf 9,2 Meter zu reduzieren. Zudem sollen nur noch Flachdächer erlaubt sein, wodurch sich die Häuser nicht optisch noch mehr erhöhen. So soll mit drei geplanten Stockwerken genug Wohnraum geschaffen werden, ohne zu viel Fläche zu verschwenden.

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Ein weiterer Streitpunkt neben der Höhe war eine Fläche entlang der südlichen Grenze des geplanten Gebiets, auf der Sträucher angepflanzt werden sollen. Bürger befürchteten jedoch, dass dort kleinere Nebenanlagen, wie etwa Gartenhäuser, hingestellt werden könnten. Dies sei generell erlaubt. Nun jedoch nicht mehr, stellte Fendt in der Sitzung klar: Auf dem Streifen dürfen nur Pflanzen stehen.

Der Bürgermeister lobt die Anwohner

Wegen einer ungleichen Höhenlage von zwei Metern befürchtete ein Anwohner zudem, in Zukunft eine Stützmauer vor der Nase zu haben. Dieser Höhenunterschied betrage gemäß einer aktuellen Vermessung nur 73 Zentimeter, was sich leicht über die Gartengestaltung ausgleichen lasse, schreibt die Weißenhorner Verwaltung. Zudem, erklärte Fendt, seien Stützmauern gar nicht zulässig. Übergänge zu Nachbargrundstücken müssen demnach stufenlos hergestellt werden.

Die Weißenhorner Räte begrüßten die Einigung mit den Nachbarn und genehmigten den aktuellen Entwurf der Planung in der jüngsten Sitzung. Thomas Schulz (SPD) wies jedoch darauf hin, dass kontrolliert werden müsse, ob die gefundenen Kompromisse eingehalten werden. Dies sagte Fendt zu und lobte die Anwohner, die „gute Pläne“ in die Gespräche mitgebracht haben.

Nun wird der Bebauungsplanentwurf erneut öffentlich ausgelegt – und zwar dieses Mal für ganze vier Wochen. „Sicherheitshalber, damit auch wirklich alles rechtlich stimmt“, wie Bürgermeister Fendt mit Hinweis auf die Fristen in Sachen Hasenwiese und einem Schmunzeln sagte.

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