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Ulm

14.07.2020

Bahnhofspassage eröffnet: So ist Ulms neuer Haupteingang

Nagelneuer Auf- und Abgang zum Hauptbahnhof. Der Zugang zur Tiefgarage (links) ist noch versperrt. Genauso, der ebenerdige Zugang zu den Gleisen hinter der Rolltreppe.

Plus Zusammen mit den Sedelhöfen eröffnet am Donnerstag auch die Unterführung am Bahnhof. Allerdings fehlen noch zwei bedeutende Elemente des Verkehrsknotenpunkts.

Ulms neuer Eingang vermittelt ein Gefühl von Raum: Wer ab Donnerstag aus dem Hauptbahnhof kommt und die 36 Stufen – oder die Rolltreppe – nimmt, findet sich in einem „unterirdischen Boulevard“ wieder, wie es der Architekt Adrian Hochstrasser bei einer Presseführung formuliert. Die neue Passage ist mit 4,55 Metern fast doppelt so hoch wie das wenig einladende Vorgängermodell. Zudem ist sie auch fast zweimal so lang und fünf Meter breiter.

Die neue Passage ist mit 4,55 Metern fast doppelt so hoch wie das wenig einladende Vorgängermodell. Zudem ist sie auch fast zweimal so lang und fünf Meter breiter.
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Erste Eindrücke der neuen Bahnhofspassage in Ulm.
Bild: Alexander Kaya

Am Donnerstagmorgen, 7 Uhr, eröffnet der vielleicht meistbesuchte Ort der Region: Über 40.000 Menschen passieren Tag für Tag den Ulmer Hauptbahnhof. Und etwa 20.000 Autos fahren auf der Friedrich-Ebert-Straße an ihm vorbei und somit direkt über die städtische Passage, die nach 54 Metern in das Einkaufsquartier Sedelhöfe mündet, das ebenfalls am Donnerstag eröffnet wird.

Weder Sedelhöfe noch die Passage sind wirklich fertig

Die Baustellen sind streng getrennt: Die etwa 65 Millionen Euro kostende Tiefgarage (wovon etwa 15 Millionen Euro die Passage ausmacht) ist ein Projekt der Stadt. Das 270-Millionen-Euro-Einkaufsquartier, inklusive Hotel am Bahnhofsplatz 7, realisiert der Hamburger Investor DC Developments. Trotzdem gibt es Parallelen. So verständigte man sich etwa auf den gleichen Bodenbelag – Bitu-Terrazzo – einen schwarzen, geschliffenen Beton mit Natursteineinlagen, der eine leicht zu reinigende, homogene Fläche ohne Fugenraster bildet. Auch bei der Beleuchtung wurde auf das gleiche Konzept gesetzt.

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Die Eröffnung der Passage findet zwar am Donnerstag statt, doch so ganz fertig ist weder das eine noch das andere Großprojekt. Denn an der Tiefgarage, die im Rohbau steht, wird noch bis Herbst kommenden Jahres gearbeitet. Und das hat direkte Folgen auf die vier bis fünf Einheiten für Läden, die auch erst mit Technik ausgestattet werden könnten, wenn die Tiefgarage fertig ist. Ulms Baubürgermeister Tim von Winning stellt sich hier Geschäfte für direkten Reisebedarf oder auch Mobilitätsdienstleister, wie Autovermietungen oder Carsharing-Anbieter, vor. Derzeit werde ein Vermietungskonzept für die 360 Quadratmeter Ladenflächen erarbeitet. Zur Einordnung: In den Sedelhöfen nebenan stehen 18.000 Quadratmeter Handelsflächen zur Verfügung.

Die Passage führt vom Bahnhof in die neuen Sedelhöfe.

Bis zur Eröffnung nutzt die Stadtverwaltung die Schaufenster zur Bewerbung neuer Großprojekte, wie etwa der Landesgartenschau. Neben der Rolltreppe, die zum Hauptbahnhof führt, verstellt noch eine provisorische Wand den Blick auf den Kassenbereich des Parkhauses. Der, wie von Winning betont, sei künftig rund um die Uhr besetzt, was für die nötige „soziale Kontrolle“ in der Bahnhofsnähe sorge. Auch Toiletten – die ebenfalls 24 Stunden am Stück geöffnet sein sollen – werde es erst mit der Eröffnung der Tiefgarage geben.

Schutz vor Verschmutzung

Neben der Abdeckung vor dem Kassenbereich trübt noch eine andere Wand das ursprünglich angedachte Konzept: das Provisorium, das den ebenerdigen Weg zu den Gleisen des Hauptbahnhofs versperrt. „Wir haben hier keinen Einfluss“, sagt von Winning. Doch die Stadt versuche den in ihrer Verantwortung stehenden Bahnhofsvorplatz, inklusive Passage, derart schön zu gestalten, dass die Bahn erkenne, dass sie den Ulmer Hauptbahnhof nicht im derzeitigen Zustand lassen könne. Die früher notorisch verdreckte Bahnhofspassage soll sich auf Dauer hell, sauber und einladend geben. Dafür sorge auch das architektonische Konzept, wie Hochstrasser betont. Tauben etwa, finden keine Nischen. Nischen gebe es auch nicht für Menschen: „Niemand soll sich unbeobachtet aufhalten können.“ Hinzukommen pflegeleichte und robuste Materialien wie Edelstahl und schwarzes Glas an den Wänden, das sich kaum beschmieren lasse.

Der Stadteingang ist fertig: Das ist der erste Anblick von Ulm, den Bahnreisende von der Stadt bekommen.

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