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02.06.2009

Bande wütete in Autohäusern

Ulm/Blaustein (AZ) - Nach Einbrüchen in Autohäuser in Blaustein (Alb-Donau-Kreis), Ulm und Reutlingen, bei denen fünf Gebrauchtwagen und Geräte im Gesamtwert von über 110 000 Euro gestohlen wurden, ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei in Ulm gegen fünf junge Männer aus dem Alb-Donau-Kreis wegen schweren Bandendiebstahls. Die Gruppe ist weitgehend geständig, zwei 18-Jährige befinden sich in Untersuchungshaft.

Während die Suche nach zwei der gestohlenen Fahrzeuge noch andauert, stellte die Kriminalpolizei einen Mercedes und einen BMW bereits sicher.

Sie waren in der Nacht zum 10. April in Blaustein gestohlen worden. Eines von drei in der Nacht zum 20. April in Reutlingen-Eningen erbeuteten Autos fuhr ein 18-Jähriger am 25. April in Ulm zu Schrott. Er hatte sich damit mehrfach überschlagen, als er nach einem gescheiterten Einbruch in ein Autohaus im Industriegebiet Ulm-Donautal vor der Ulmer Polizei flüchten wollte. Den Fahrer und sein gleichaltriger Beifahrer nahm die Polizei kurz darauf fest. Die Leichtverletzten hatten sich in der Wohnung des Beifahrers zu verstecken versucht.

Sie wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt und befinden sich seither in Untersuchungshaft.

Bande wütete in Autohäusern

Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden 18-Jährigen, ein 22-Jähriger und ein 25-Jähriger die Einbrüche zwischen dem 9. und dem 25. April in wechselnder Besetzung verübten.

Ein 21-Jähriger wird sich nach dem Stand der Ermittlungen verantworten müssen, weil er bei sich ein Versteck für die gestohlenen Autos zur Verfügung gestellt hat.

Die Diebe erbeuteten zudem eine Reihe von Kennzeichen, um sie an den gestohlenen Wagen zu verwenden. Dazu kommen weitere Straftaten wie Leergutdiebstähle, Schwarzfahren und eine Straßenverkehrsgefährdung bei der gescheiterten Flucht. Bei den umfangreichen Ermittlungen erhärtete sich auch ein schwerer Verdacht gegen einen 22-Jährigen. Er hatte der Polizei am 22. April angezeigt, bewaffnete Unbekannte hätten ihn in Blaubeuren-Gerhausen seines Audis beraubt (wir berichteten). Der Wagen im Wert von rund 15 000 Euro brannte dann auf einem Parkplatz in Blaubeuren vollständig aus. Der junge Mann hat inzwischen gestanden, dass er den Raub aus finanziellen Sorgen vorgetäuscht hat.

Wen er beauftragte, den auf Pump gekauften Wagen für ihn in Brand zu stecken, dazu schweigt er sich noch aus. Die Kriminalpolizei geht in diesem Zusammenhang noch mehreren Spuren nach.

Wegen Vortäuschens einer Straftat muss sich ein weiterer Mittäter verantworten. Um daheim und im Betrieb seine Abwesenheit zu erklären, zeigte der 25-Jährige eine Entführung an, aus der er sich selbst befreit hätte.

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