Newsticker

Rekord bei Corona-Zahlen: 14.714 Neuinfektionen in Deutschland

Finanzen

28.02.2015

Banken vor Problemen

Sparern drohen höhere Kosten

Auch die Bürger im Landkreis stecken ihr Geld derzeit lieber in Haus und Hof, als dass sie es zur Bank bringen. Das wurde gestern deutlich, als der Kreisverband der Genossenschaftsbanken Neu-Ulm seine Bilanz präsentierte. „Noch sind wir mit den Zahlen ganz zufrieden“, erläutere Vorsitzender Werner Deubel angesichts gestiegener Einlagen (um 2,67 Prozent auf 2,24 Milliarden Euro) und Kreditaufnahmen (um 4,67 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro).

Im gleichen Atemzug kündigte er jedoch an, dass sich am Himmel „dunkle Wolken“ zusammenzögen. Weiterhin niedrige Zinsen, weniger Einlagen und geringere Gewinnmargen bei Krediten würden für die sieben im Kreisverband vereinten Volks- und Raiffeisenbanken künftig eine große Herausforderung darstellen. „Das Problem ist erkannt, wir stellen uns darauf ein“, erklärte Alois Spiegler, stellvertretender Verbandschef. Straffungen interner Prozesse zählten ebenso zu möglichen Maßnahmen wie die Erhöhung von Provisionen und Gebühren oder die Senkung von Dividenden. Beim Personal seien keine wesentlichen Veränderungen geplant und auch Schließungen von Filialen momentan nicht angedacht.

Von denen gab es im vergangenen Jahr drei. So wurden die Geschäftsstellen in Steinheim, Fahlheim und Schießen dichtgemacht. „Wir haben mit 54 Geschäftsstellen im Landkreis aber immer noch ein überdurchschnittlich dichtes Filialnetz“, argumentierte Deubel. Bayernweit gäbe es im Schnitt 4,2 Geschäftsstellen je 100 Quadratkilometer – im Landkreis Neu-Ulm sind es 10,5. Daran werde sich auch mit der in diesem Jahr anstehenden Fusion der Volksbank Neu-Ulm und der VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn nichts ändern. „Für unsere Kunden wird die Fusion keine negativen Folgen haben“, sagten Deubel und Spiegler unisono. (bmi)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren