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Neu-Ulm

26.09.2019

Barfüßer in Neu-Ulm: Weg frei für den Abriss

Was wird aus dem Barfüßer? Es gibt eine neue Idee für das Areal.
Bild: Kaya

Die Freunde des Neu-Ulmer Barfüßers hatten noch einmal Hoffnung geschöpft: Vielleicht könnte dort ein Kulturzentrum einziehen, wie dies jüngst eine Bürgergruppe vorgeschlagen hatte. Doch der Neu-Ulmer Stadtrat entschied sich am Mittwochabend mit deutlicher Mehrheit für einen Abriss.

Die Tage des Barfüßer-Gebäudes sind gezählt. Das einstige Offiziers-Casino soll abgerissen werden. An seiner Stelle will der jetzige Pächter Ebbo Riedmüller einen Neubau errichten, der nicht nur eine Gaststätte beherbergt, sondern auch ein Hotel mit rund 100 Zimmern. Er hatte argumentiert, das Gebäude sei in einem Zustand, der nicht mehr für einen wirtschaftlich sinnvollen Betrieb geeignet sei.

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Renovierung des Barfüßer wäre teuer

Die Renovierungskosten sollen sich nach ersten Schätzungen auf rund fünf Millionen Euro belaufen. Doch das ist der Stadt, der das Gebäude samt Biergartengrundstück gehört, zu teuer. Das wurde auch immer wieder in der Stadtratsdebatte betont, die sich am späten Abend in die Länge zog.

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Da die zuletzt von Riedmüller vorgestellten Pläne in der Bevölkerung auf einigen Widerstand stießen und auch von den Kommunalpolitikern nicht wirklich gut gefunden wurden, soll im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens erst eine intensive Bürgerbeteiligung gestartet werden, anschließend folgt ein Architektenwettbewerb, in dem "gestalterische und ökologische Vorgaben" berücksichtigt werden. Die Stadt überlässt dem Gastronomen, der bisher pro Jahr 180 000 Euro Pacht zahlt, die Immobilie im Wege des Erbbaurechts.

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Eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern hatte jüngst ein alternatives Nutzungskonzept erarbeitet, um den alten Bau aus dem Jahr 1938 zu erhalten. Sie wollten aus der Immobilie einen ähnlichen Kulturort machen wie das Roxy in Ulm. Die Initiative, die maßgebliche von den den Freien Wähler unterstützt wurde, konnte sich aber nicht durchsetzen. Doch ihre Ideen landen nicht im Papierkorb: Das eilig entwickelte Konzept soll nun von der Stadtverwaltung geprüft werden mit der Maßgabe, es an anderer Stelle in der Stadt um zusetzen. Allerdings ist noch völlig unklar, wo das sein könnte.

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