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Ulm

24.04.2015

Basketball-Spektakel auf dem Münsterplatz

Der Ulmer Bundesliga-Basketballer Philipp Schwethelm freut sich schon mächtig auf das große Basketballevent am 30. August auf dem Münsterplatz, in dessen Mittelpunkt ein Spiel gegen ein internationales Spitzenteam steht.
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Der Ulmer Bundesliga-Basketballer Philipp Schwethelm freut sich schon mächtig auf das große Basketballevent am 30. August auf dem Münsterplatz, in dessen Mittelpunkt ein Spiel gegen ein internationales Spitzenteam steht.
Bild: Ratiopharm Ulm

Am 30. August steigt vor dem Münster ein großes Event der Korbjäger. Die Ulmer spielen gegen ein internationales Topteam, und 6000 Zuschauer können dabei sein.

(Fast) alles hat es schon auf dem Ulmer Münsterplatz gegeben, aber noch kein richtiges Basketballspiel. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des Münsterturms wird sich dies ändern. Am Sonntag, 30. August, steigt vor dem höchsten Kirchturm der Welt ein Fest mit dem Titel „Basketball hoch 125“, in dessen Mittelpunkt ein Spiel zwischen Bundesligist Ratiopharm Ulm und einem internationalen Spitzenteam steht. Wer der Ulmer Gegner ist, steht fest, wird aber noch streng geheim gehalten. Oberbürgermeister Ivo Gönner verriet gestern nur soviel: „Wer es herausfinden will, muss weltweit suchen.“

Im vergangenen Jahr wurde bei der deutschen Leichtathletik-Meisterschaft in Ulm der Kugelstoßwettbewerb auf dem Münsterplatz ausgetragen. Ein Höhepunkt im Rahmen der Titelkämpfe und ein Novum in der Stadt. Nun wollen die Basketballer ihren Teil zum Münsterturmjubiläum beitragen. „Es ist uns eine große Ehre, anlässlich unserer kleinen Jubiläen auch zum großen etwas beisteuern zu können“, so Andreas Oettel vom Management der Basketballer. Diese feiern am 3. Oktober das 15-jährige Bestehen ihres Clubs sowie zehn Jahre Bundesliga in Folge. „Es gab in Deutschland noch nie ein Open-Air-Basketballbundesligaspiel oder ein ähnliches Open-Air-Event mit Basketball“, weist Oettel auf eine weitere Besonderheit der Veranstaltung hin.

Die Premiere wird also am 30. August vor dem Münster stattfinden, wenn nicht das Wetter einen gewaltigen Strich durch die Rechnung der Organisatoren macht. Dann müssten die Basketballer in die Ratiopharm-Arena umziehen, denn ausfallen soll das Event auf keinen Fall. Und „Basketball hoch 125“ soll ein großartiges Event werden, nicht „nur“ ein Spiel. Während des Basketballfestes, das bereits mittags beginnen soll – das Spiel steigt um 17 Uhr – wird es auch diverse Wettbewerbe und Rekordversuche geben.

Der Höhepunkt dabei dürfte der 125000-Euro-Wurf sein. Oettel verrät dazu noch nichts Näheres und auch sonst nicht alle Programmpunkte, sagt aber: „Wir betreiben einen großen Aufwand und haben schon viel Vorarbeit geleistet.“

Das Spiel selbst wird kein gewöhnliches sein. Die Mannschaften spielen nicht wie üblich viermal zehn Minuten, sondern auf 125 Punkte. Wer diese zuerst erreicht hat, hat gewonnen. Das kann dann je nach Intensität der Verteidigung auch deutlich länger dauern als eine reguläre Partie. Weitere Regeländerungen sind vorgesehen, bleiben aber vorerst unter Verschluss. Damit die Verletzungsgefahr für die Spieler nicht größer ist als sonst, wird ein ein Meter hohes Podest für das mit einem Parkettbelag ausgestattete Spielfeld errichtet. Rings um dieses wird es gut 6000 Stehplätze geben, aber nur solche. Dreier-Spezialist Philipp Schwethelm vom Ulmer Team hat schon einmal, wie ein Video beweist, nachts bei speziellem Licht auf dem Münsterplatz einen kleinen Test gestartet und freut sich auf das Event: „6000 Fans auf dem Münsterplatz – wie geil ist das denn!“

Ob Schwethelm am 30. August aktiv dabei sein wird, ist aber ebenso ungewiss wie das Mitwirken von Per Günther und Tim Ohlbrecht. Selbst wenn alle drei bei Ratiopharm Ulm bleiben, dürften sie, oder zumindest Günther und Ohlbrecht, beim Nationalteam weilen, das sich zu diesem Zeitpunkt intensiv auf die Europameisterschaft vorbereitet, die vom 5. bis 20. September ausgetragen wird.

Wieder einmal machen die Ulmer Basketballer nachhaltig auf sich aufmerksam. Zum Pokalfinale in der Ratiopharm-Arena im Vorjahr wurde das Münster orange illuminiert, jetzt veranstaltet der Klub ein großes Fest passend zum Münsterturmjubiläum. Damit sind auch die kürzlich aufgesprühten Linien und Kreise auf dem Münsterplatz erklärt, die bei manchem Passanten für Erstaunen gesorgt haben. Sie sollten ja auch Aufmerksamkeit erregen.

„Seit 2001 sind wir fester Bestandteil des städtischen Lebens, das wollen wir im Sommer feiern und zukünftig mit dem Bau des Orange Campus manifestieren“, wirft Andreas Oettel schon einen Blick voraus. Für das geplante Trainingszentrum (Orange Campus), das auf dem früheren Donaubad-Gelände entstehen soll, sieht es ganz gut aus. „Es werden Gespräche mit dem württembergischen und auch dem bayerischen Landessportbund geführt“, sagte gestern Ivo Gönner. „Wir können nicht unendlich aus dem Vollen schöpfen, aber die Aussichten für eine Förderung zumindest seitens des württembergischen Landessportbunds sind gut. Es geht wohl nur um die Höhe der Förderung.“

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