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Weißenhorn

23.05.2019

Bauarbeiten bremsen Museumsverein nicht aus

Der einstimmig wiedergewählte Vorstand des Heimat- und Museumsvereins: (von links) stellvertretender Vorsitzender Johannes Amann, Vorsitzender Ulrich Hoffmann, Konservatorin Nicola Spies, Schriftführerin Andrea Sparwasser und Kassenwartin Johanna Klasen.
Bild: Andreas Brücken

Im Heimatmuseum Weißenhorn werden nach der Kuen-Schau die Handwerker anrücken. Trotzdem sind neue Ausstellungen geplant.

Ganz im Zeichen der laufenden Ausstellung über den Kirchenmaler Franz Martin Kuen steht derzeit die Arbeit des Heimat- und Museumsvereins Weißenhorn und Umgebung. Augenzwinkernd hat der Vorsitzende Ulrich Hoffmann bei der Jahreshauptversammlung in Hegelhofen am Dienstagabend sein ehrgeiziges Ziel ausgegeben, das er dieses Jahr noch erreichen will: „Im Landkreis soll es dann keinen Bürger mehr geben, der den großen Künstler aus Weißenhorn nicht kennt.“ Der vor 300 Jahren in der Fuggerstadt geborene Freskenmaler wird derzeit mit einer Sonderausstellung im Weißenhorner Heimatmuseum gewürdigt. Zudem trägt der mit 500 Euro dotierte Kunstpreis der Stadt künftig den Namen des Künstlers.

Museumsleiter Matthias Kunze bedankte sich bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die in den zurückliegenden Monaten dafür gesorgt hätten, dass das Museumsleben mit Kuen in alle möglichen Richtungen ausgeschweift sei. So hätten sich zum Beispiel zehn Schüler des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums intensiv mit dem Maler beschäftigt. Auch die Medien hätten großes Interesse an der Ausstellung gezeigt, sagte Kunze.

2300 Besucher kamen 2018 ins Museum

Ungefähr 2300 Besucher kamen 2018 in das Museum am Oberen Tor. „Das sind knapp 1500 Menschen weniger als im Vorjahr“, berichtete Helmut Schuler, der im Heimatmuseum Statistiken führt. Grund dafür sei die in diesem Jahr ausgefallene Weihnachtsausstellung und die zweimonatige Schließung des Museums aus bautechnischen Gründen. Überprüfungen der Statik an den alten Gemäuern haben ergeben, dass sich die Sanierungsarbeiten voraussichtlich aufwendiger gestalten werden als ursprünglich geplant.

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Etwa 500 Jahre sind die mittlerweile verfaulten und morschen Balken des ehemaligen Rathauses alt. Bauingenieurin Claudia Graf-Rembold, im Verein für die Museumspädagogik zuständig, fand klare Worte: „Wir müssen einen langen Atem haben, um uns dieser Aufgabe zu stellen.“ Doch sei es auch positiv, mit der Sanierung eine nachhaltige Arbeit für weitere Generationen zu leisten, ergänzte sie. Ein Glücksfall sei es deshalb, den Stadtrat, den Bürgermeister und die Denkmalschutzbehörde hinter sich zu wissen.

Schon im Herbst sollen die ersten Handwerker im Museum mit ihrer Arbeit beginnen. Doch wollen Kunze und Hoffmann wegen der Schließung die Tätigkeiten des Museums nicht ruhen lassen. So könnte das 150-Jahr-Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr Weißenhorn mit einer historischen Ausstellung im Rathaus gewürdigt werden.

Ulrich Hofmann bleibt Vorsitzender des Vereins

Auch die Gründung der Spitalstiftung vor 550 Jahren soll in der Heilig-Geist-Kirche entsprechend berücksichtigt werden, sagte der Museumsleiter. Er fügte hinzu, dass die Räumlichkeiten am Oberen Tor auf jeden Fall mit einem würdigen Fest „verabschiedet werden sollten“. Auch wenn Hoffmann von diesem Vorschlag etwas überrascht war, gab sich der Vorsitzende aufgeschlossen: „Wenn es etwas zu feiern gibt, sind wir dabei.“ Wie lange die Sanierungsarbeiten dauern, ist noch unklar. Kunze sprach vage von zwei bis vier Jahren.

Einen kleinen Rückblick auf seine bisherige Amtszeit gewährte Hoffmann, der vor drei Jahren zum Vereinschef gewählt wurde. „Drei konstruktive Jahre“ seien es gewesen, in denen „stressbefreit“ im Vorstandsteam die Energie für Inhalte und nicht für interne Machtkämpfe genutzt wurde, sagte er. Wie geschlossen die Mitglieder hinter dem Vorstand stehen, zeigten die Wahlergebnisse: Ohne Gegenstimmen wurden Nicola Spies als Konservatorin, Johanna Klasen als Kassenwartin, Andrea Sparwasser als Schriftführerin, Ulrich Hoffmann als Vorsitzender und Johannes Amann als dessen Stellvertreter in ihren Ämtern bestätigt.

Mehr über das Heimatmuseum Weißenhorn lesen Sie hier:

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