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03.06.2009

Baubeginn für die Umgehung verzögert sich

Pfaffenhofen Die Bagger werden wohl länger nicht anrollen: Gegen das Urteil des Augsburger Verwaltungsgerichts zur Nordostumfahrung Pfaffenhofen will Anwalt Wolfgang Schubaur in Berufung gehen. Es liegt den Beteiligten seit dem Wochenende vor.

Abwarten lautete bis dahin die Devise für Schubaur und seine Mandanten Andreas Wöhrle und Franz Hornung, nachdem das Verwaltungsgericht Anfang Mai "Grünes Licht" für die geplante Nordostumgehung von Pfaffenhofen gegeben hatte. Nach dem Eintreffen des Urteils ist für den Anwalt aber bereits so gut wie sicher, dass er in Berufung gehen wird. Und damit den Kampf gegen die Beschlüsse der Bauverwaltung fortsetzen möchte. Bekanntlich schwelt der Konflikt zwischen den Klägern, der Marktgemeinde Pfaffenhofen, dem Landkreis als zuständiger Bauherr und dem Staatlichen Bauamt Krumbach, bereits länger als zwei Jahre.

Nach den Worten von Karen Beth, am Landratsamt für rechtliche Fragen zuständig, läuft der Antrag auf Zulassung der Berufung vier Wochen nach dem Erhalt des schriftlichen Urteils ab, also Ende Juni. Dann bleibt dem Anwalt ein weiterer Monat Zeit, um den Einspruch zu begründen. Anschließend geht der Sachverhalt zum bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München. Er entscheidet schließlich, ob der Einspruch der Kläger gebilligt wird oder nicht. Wie lange das Gericht hierzu benötigt, vermochte Karen Beth nicht zu sagen. So kann wohl davon ausgegangen werden, dass voraussichtlich erst nach der Sommerpause feststeht, ob die Umgehungsstraße gebaut werden kann oder nicht. Rechtsanwalt Schubaur erklärte, dass das Landratsamt seinen Mandanten bisher nicht entgegen gekommen sei, wie es zunächst geheißen hatte. Seit dem Verwaltungsgerichtsurteil habe es keine Kontakte mehr gegeben. Schubaur hob aber hervor, dass sie trotzdem jederzeit für ein Gespräch offen seien, wenn ein attraktives Angebot unterbreitet werden könnte. Wie berichtet, will der Landkreis östlich von Pfaffenhofen die Umfahrung bauen, die in Richtung Beuren führt und die "Taverne"-Kreuzung entlasten soll. Weil die beiden Landwirte Andreas Wöhrle, der inzwischen für die Freie Wählergemeinschaft im Marktgemeinderat sitzt, und Franz Hornung ihre Grundstücke nicht hergeben wollten, wurden sie enteignet.

Bereits im Vorjahr trafen sich die Beteiligten vor dem Augsburger Verwaltungsgericht. Eine Entscheidung war damals nicht gefallen. Stattdessen hatten die Beteiligten eine gütliche Einigung angestrebt, die nach einer neuerlichen Verkehrszählung aber nicht zustande kam. Vor vier Wochen fanden sich die Parteien ein weiteres Mal vor dem Verwaltungsgericht ein, das die Klage der Umgehungsgegner abgewiesen hat.

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