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Weißenhorn

25.01.2019

Bauprogramm 2019: Die Stadt hat eine lange Wunschliste

Das Bauprogramm der Stadt Weißenhorn für 2019 listet zahlreiche Vorhaben auf. Doch in einigen Fällen werden die viel zitierten Bagger im laufenden Jahr nicht mehr anrollen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Der Bauausschuss beschließt ein umfangreiches Bauprogramm für das laufende Jahr. Schon jetzt ist klar, dass einige Vorhaben erst später realisiert werden.

In Summe sind die Vorhaben viele Millionen Euro schwer. Aufgelistet auf zwei Din-A4-Seiten sind sie in der Sitzungsvorlage abgedruckt. Schon 2018 hat die Stadt Weißenhorn zahlreiche Bauvorhaben umgesetzt oder Planungen dafür vorangetrieben. Auch für das laufende Jahr steht wieder einiges auf dem Programm – wobei das alles als Planungsabsicht zu verstehen ist, wie Bürgermeister Wolfgang Fendt am Mittwoch im Bauausschuss sagte. Natürlich müssten für die Projekte auch entsprechende Mittel im Haushalt bereitstehen. Die Etatberatungen im Rathaus der Fuggerstadt stehen aber erst noch bevor.

Eine neue Kindertagesstätte neben der Grundschule Nord, eine neue Aussegnungshalle auf dem Waldfriedhof, eine neue Feuerwache für Weißenhorn und ein neues Gerätehaus in Biberachzell – allein diese vier Posten sind auf elf Millionen Euro veranschlagt. Zwar haben die Planungen dafür bereits begonnen. Doch tatsächlich mit dem Bauen anfangen werde man 2019 mit Sicherheit noch nicht, sagte SPD-Fraktionschef Herbert Richter. Anders sieht es bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt Bubenhausen aus. Baubeginn ist für April vorgesehen, das Signal dafür gibt nach Angaben der Verwaltung das Staatliche Bauamt in Krumbach.

In Wallenhausen soll eine Straße ausgebaut werden

Neben der Erschließung neuer Baugebiete (Nord II in Weißenhorn Kreuzäcker in Oberreichenbach, Unterfeld in Hegelhofen) und des Gewerbegebiets Birkholz in Weißenhorn ist unter anderem vorgesehen, den Umbau des Parkplatzes an der Memminger Straße abzuschließen. Dort entstehen bekanntlich auch Wohnmobilstellplätze sowie eine Ver- und Entsorgungsstation. Auf dem Rössle-Areal – die Grundstücke dort gehören inzwischen alle der Stadt – sieht das Bauprogramm den Abriss eines alten Stadels an der Reichenbacher Straße vor.

Angesprochen wurde in der Sitzung auch die Oberdorfer Straße in Wallenhausen. Sie könnte in Richtung Unteregg ausgebaut werden, wie Fendt sagte. Der Stadt seien dafür Fördermittel in Aussicht gestellt worden. Allerdings müssten auch die Anwohner bereit sein, ihren Anteil beizutragen.

CSU-Fraktionschef Franz Josef Niebling vermisste in der Auflistung den Kindergarten St. Maria. Dieser soll nicht saniert, sondern neu gebaut werden, wie Niebling nach eigenen Angaben erfahren hat. Dann müsse ein Ausweichquartier her. Die Stadtverwaltung sei im Gespräch mit dem Träger, der katholischen Kirchenstiftung, sagte der Bürgermeister. Da werde wohl ein Millionenbetrag anfallen. Allerdings seien die Planungen nicht Sache der Stadt, sondern des Trägers.

Ein Punkt wird aus dem Bauprogramm gestrichen

Auf Anregung von Niebling wurde ein Punkt aus dem Bauprogramm gestrichen: der Bau einer Zufahrt zum künftigen Gewerbegebiet Feldtörle. Dieser ergebe zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Sinn, sagte Fendt. Auf Nachfrage von Herbert Richter versicherte er aber, dass der Bebauungsplan für das Gebiet derzeit ausgearbeitet werde.

Umgesetzt werden soll dafür in diesem Jahr der behindertengerechte Umbau der beiden Bushaltestellen in Attenhofen. Richter wies darauf hin, dass wegen gesetzlicher Vorgaben bis Januar 2022 jede Bushaltestelle behindertengerecht ausgebaut sein muss. Er bat das Bauamt, eine Liste darüber zu erstellen, wo das noch nötig ist. Bernhard Jüstel (WÜW) war der Ansicht, dass insbesondere der Umbau der Bushaltestelle beim ehemaligen Busbahnhof an der Illerberger Straße zeitnah erfolgen sollte.

Scharfe Kritik am Bauprogramm äußerte Werner Weiss (WÜW): „Wir machen uns hier wieder mal was vor.“ Er sehe keinen Sinn darin, ein Bauprogramm aufzustellen, dass die Stadt ohnehin nicht umsetzen könne. Er kündigte an, diesem nicht zuzustimmen, was er letztendlich auch tat. Der Rest des Gremiums stimmte zu. Die Verwaltung will den Ausschuss regelmäßig über den Fortschritt der laufenden Projekte informieren.

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