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Pfaffenhofen

23.10.2019

Bauprojekt in Roth bekommt nur eine knappe Mehrheit

Im Zentrum des Pfaffenhofer Ortsteils Roth soll ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen und ein Zweifamilienhaus samt Loftwohnung gebaut werden.
Bild: Willi Baur

In der Ortsmitte von Roth sind ein seniorengerechtes Mehrfamilien- und ein Zweifamilienhaus geplant. Markträte sehen Probleme wegen der Zahl der Stellplätze.

Mit einer knappen Mehrheit von sechs zu fünf Stimmen hat der Bau- und Umweltausschuss des Marktgemeinderates am Montag ein größeres Bauvorhaben in der Ortsmitte von Roth befürwortet. Dort soll nach dem Abbruch eines ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäudes ein seniorengerechtes Mehrfamilienhaus mit einem angegliederten Zweifamilienhaus entstehen. Im Gremium wurden vor allem Zweifel an der geplanten Stellplatz-Lösung laut.

Mehrere Ratsmitglieder kritisierten neben der Anordnung der ausgewiesenen zwölf Stellplätze insbesondere die im Bauantrag offen gebliebene Nutzung einer Loftwohnung im Anbau. „Wenn sie als zusätzliche Wohnung genutzt wird, ist ein zusätzlicher Stellplatz erforderlich“, hatte Bauamtsleiter Alexander Gehr eingangs bei der Vorstellung des Projekts erklärt.

„Aber wo?“, fragte Dominik Wansing (Grüne) und stellte fest: „Auf dem Grundstück ist jedenfalls kein Platz mehr.“ Dem pflichtete die Runde zwar bei, Bürgermeister Josef Walz und Alexander Gehr befanden jedoch: „Wir können uns nicht an Unterstellungen orientieren.“ Vielmehr müsse das Projekt nach den vorliegenden Plänen beurteilt werden. Wobei der Bauamtschef allerdings einräumte, dass die Planung in diesem Punkt nicht aussagefähig sei.

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CSU-Markträte rechnen mit zugeparkten Straßen

Maximilian Spleiß (FWG) formulierte seine Meinung noch drastischer: „Die Unterlagen sind ganz dürftig.“ In der Tat weisen die Pläne keinen Spielraum mehr für einen weiteren Stellplatz aus, zumal für die Ost- und Südseite schon Übernahmen der Abstandsflächen des Nachbarn erforderlich sind. Die liegen Gehr zufolge vor.

Eine von den Unterlagen abweichende Nutzung der Loftwohnung nach Fertigstellung des Gebäudes erfordert aus Sicht des Bürgermeisters „eine Tekturplanung, die wir dann zu gegebener Zeit behandeln“. FWG-Sprecher Andreas Wöhrle indes meinte: „Wie ist das in der Praxis zu kontrollieren?“ Walz und Gehr verwiesen dazu auf die Bauaufsicht. Unabhängig von der Frage der Loftwohnung wollten freilich auch sie nicht ausschließen, dass im Umfeld der insgesamt sechs geplanten Wohnungen Bedarf für zusätzlichen Parkraum besteht.

Die CSU-Markträte Markus Werwein und Anton Rupp rechnen jedenfalls in diesem Zusammenhang mit verstärkt zugeparkten Straßen, Rupp befürchtet überdies Schwierigkeiten für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Walz wollte für diesen Fall verkehrsrechtliche Maßnahmen nicht ausschließen, Park- oder Halteverbote also. „Damit schaden wir aber womöglich der benachbarten Gastwirtschaft.“

Dem Vorschlag von Hildegard Feurich-Kähn (SPD), eine Tiefgarage zu fordern, mochte der Bauamtschef nicht folgen, vor allem der „immensen Kosten“ wegen. Außerdem müsste auch der Untergrund vorab untersucht werden. Sandra Baumann (WG Roth/Berg) befürwortete das Vorhaben: „Neue Wohnungen werden doch gewünscht“, sagte sie.

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