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Holzheim

25.04.2019

Bauprojekte prägen den Holzheimer Rekord-Haushalt

Einer der dicksten Brocken im diesjährigen Haushalt der Gemeinde Holzheim ist die Erschließung eines neuen Wohngebietes am Südwestrand von Holzheim.
Bild: Willi Baur

Mehr als ein Drittel des Etats ist für drei Vorhaben vorgesehen. Rücklagen ermöglichen finanzielle Spielräume, die Gemeinde kommt ohne neue Schulden aus.

Der Holzheimer Gemeinderat wird in seiner Sitzung Anfang Mai einen Rekord-Haushalt verabschieden. Das zeichnet sich nach der Sitzung des Finanzausschusses ab, der sich am Dienstag mit dem Zahlenwerk beschäftigt hat. Einwände oder zusätzliche Wünsche wurden dabei nicht vorgebracht.

Insofern kann Kämmerin Katrin Müller-Gau ihren Haushaltsplan-Entwurf dem Plenum ohne jegliche Nachbearbeitung vorlegen. Der ist in diesem Jahr insbesondere von Tiefbaumaßnahmen geprägt und weist insgesamt ein Volumen von fast neun Millionen Euro auf, rund zwei Millionen mehr als im Vorjahr. Davon entfallen fast 4,4 Millionen auf den Verwaltungs- und 4,5 Millionen auf den Vermögenshaushalt.

Dabei ist mehr als ein Drittel des Gesamtetats für drei Großprojekte vorgesehen: Rund 1,4 Millionen Euro sollen in die Neugestaltung der Dorfmitte fließen, fast 1,5 Millionen in die Erschließung eines neuen Wohngebietes an der Leibi und auf rund 335.000 Euro ist die Erweiterung des Gewerbegebietes am westlichen Ortsrand veranschlagt.

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Der "Promilleweg" soll eine Beleuchtung erhalten

Dass diese Vorhaben ungeachtet einer relativ bescheidenen Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von knapp 77.000 Euro problemlos ohne Neuverschuldung finanziert werden können, resultiert aus der Tatsache, dass zum Haushaltsausgleich fast 4,3 Millionen Euro aus Rücklagen respektive Überschüssen des Vorjahres herangezogen werden können.

Auch die EU-Fördermittel für die Dorfmitte (453.500 Euro) hat die Kämmerin erst für das kommende Jahr eingeplant. „Holzheim steht bezogen auf seine Einwohnerzahl und das verhältnismäßig geringe Steueraufkommen finanziell recht gut da“, sagte Müller-Gau und wagte in diesem Zusammenhang auch einen Blick voraus: „Wenn nichts Größeres passiert, sieht auch die Finanzplanung für die nächsten Jahre nicht schlecht aus.“

Jedenfalls bleibt auch im laufenden Etat noch Raum für einige größere Vorhaben: 180.000 Euro etwa für den Ringschluss bei der Wasserversorgung am Westrand Holzheims, 70.000 Euro für die Druckerhöhungsanlage im Norden und 50.000 Euro für eine neue Schiebermessstelle. 60.000 Euro sind für die Straßenbeleuchtung am sogenannten „Promilleweg“ eingeplant und einige kleinere Investitionen sind für Schule und Kindergarten veranschlagt.

Auch die Feuerwehr geht nicht leer aus: 65.000 Euro sind für einen neuen Mannschaftstransportwagen reserviert. Ferner sind im Haushalt die beschlossenen Zuschüsse an die Pfarrei verankert: 100.000 Euro für die Sanierung der Dorfkirche, 25000 Euro für die Neugestaltung des Pfarrgartens.

Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhofen steigt

Gespeist wird der Etat neben dem obligatorischen Gebührenaufkommen nach wie vor insbesondere vom Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (1,35 Millionen Euro) und von den Schlüsselzuweisungen, die von rund 505.000 Euro im Vorjahr auf jetzt 541.000 Euro steigen. Während die Kämmerin bei der Grundsteuer von stabilen Einnahmen (149.000 Euro) ausgeht, erwartet sie für das laufende Jahr eine Steigerung von 186.000 auf 205.000 Euro.

Andererseits zeichnen sich auch auf der Ausgabenseite verschiedene Mehrbelastungen ab: Verglichen mit dem Vorjahresergebnis erhöhen sich etwa die Personalkosten um ungefähr 200.000 auf jetzt knapp 959.000 Euro. 63 Prozent davon entfallen auf den Kindergarten, 18 Prozent auf den Bauhof und zehn Prozent auf die Verwaltung.

Die zuletzt auf 798.000 Euro veranschlagte Kreisumlage steigt auf fast 905.000 Euro, die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhofen von bislang 210.000 auf knapp 251.000 Euro. Bemerkenswert positiv entwickelt sich demgegenüber der Schuldenstand: Mit der geplanten Tilgungsrate sinkt er zum Jahresende auf 74.000 Euro, pro Kopf also auf gerade mal 38 Euro.

Mehr über einige Pläne der Gemeinde Holzheim lesen Sie hier:

Der „Promilleweg“ soll eine Beleuchtung bekommen

Wasserdruck bereitet Bürgern und Feuerwehr Probleme

Müssen Anlieger für den neuen Dorfplatz zahlen?

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