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Holzheim

27.02.2015

Bauwagen-Vorwürfe sorgen für Unmut

Abgebaut – und trotzdem noch Zankapfel: der Bauwagen.
Bild: Alexander Kaya (archiv)

Holzheimer Bürgermeisterin weist Anschuldigungen in der Bürgerversammlung zurück

Manche davon nicht ganz neu. Die Raserei an den Ortseinfahrten aus Richtung Steinheim und Kadeltshofen zum Beispiel, aber auch in Wohngebieten. Hier werde Abhilfe schwierig, befand die Bürgermeisterin, gelegentliche Geschwindigkeitskontrollen wirkten nur kurzfristig oder gar nicht. „Denkbare Veränderungen, auch im Zusammenhang mit dem Radweg-Bau nach Steinheim, werden wir bei der nächsten Verkehrsschau ansprechen“, versprach Brauchle. Gleiches gelte für den von zwei Familien schriftlich beantragten „Zebrastreifen“ an der Steinheimer Straße. Anderen Beschwerden werde die Verwaltung nachgehen und bei Bedarf abhelfen. Nach Kabelverlegungen schlampig ausgeführten Asphaltierungsarbeiten an Gehwegen etwa, bei einem dem Vernehmen nach unglücklich platzierten Hinweisschild auf eingeschränkten Winterdienst oder einem angeblich regelmäßig verkehrswidrig geparkten Auto am Ortsrand von Neuhausen.

Für den ebenfalls schriftlich beantragten Kinderspielplatz im Neubaugebiet dagegen zeichnet sich Brauchle zufolge bereits eine Lösung ab: „Wir schauen, dass wir ihn bald auf den Weg bringen.“ Auch mit einem nach 2011 kürzlich erneut eingereichten, allerdings wieder zurückgezogenen Antrag werde sich der Gemeinderat nochmals beschäftigen: Auf eine Beleuchtung des sogenannten Promillewegs nämlich, vor allem der Schulkinder in den Wintermonaten wegen.

Nur die Kritik in Sachen Bauwagen mochte die Bürgermeisterin nicht akzeptieren. „Der war auf einem privaten Grundstück im Außenbereich unberechtigt aufgestellt und musste aufgrund der klaren Rechtslage entfernt werden“, betonte Brauchle. Die Bereitstellung eines Grundstücks durch die Gemeinde käme nicht in Frage, weil damit die Verantwortung für den Betrieb verbunden wäre. „Und die können wir nicht übernehmen.“ Unabhängig davon habe sie sich in mehreren Gesprächen mit allen Beteiligten um eine Alternativlösung bemüht.

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Baugebiet lockt viele Neubürger anIm vergangenen Jahr sei eine Reihe größerer Projekte erledigt oder begonnen worden, so Brauchle. „Wir haben das größte bisher in Holzheim ausgewiesene Neubaugebiet gestemmt und dadurch zahlreiche Neubürger gewonnen.“ Der momentane Schuldenstand sei „bei unserem Haushaltsvolumen verschmerzbar“. Zudem erfreue sich Holzheim einer hohen Steuerkraft. „Bei unseren Steuerhebesätzen waren seit Jahrzehnten keine Änderungen notwendig“, so die Bürgermeisterin. Dabei liegen die Grundsteuern deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Für das laufende Jahr kündigte Brauchle mehrere Vorhaben an: Mit dem Bau des Radwegs nach Steinheim soll im Frühsommer begonnen werden, ebenso mit dem Spielplatz im Neubaugebiet. Die hier vorgenommene „sinnvolle Verkehrsberuhigung“ soll erweitert werden. Als nächste „dicke Brocken“ stünden ferner die Sanierung der Schulturnhalle, die Heizungsanlage für Schule und Kindergarten sowie ein Sanierungskonzept für die Kanäle und das Wasserleitungsnetz auf der Agenda.

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