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29.09.2008

Beate Merk (CSU) geht als glückliche Siegerin aus dem Wahl-Krimi hervor

Die bayerische Justizministerin Beate Merk.
Bild: Archiv

Neu-Ulm - Beate Merk, die 51-jährige amtierende Justizministerin und frühere Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin, hat erstmals ein Landtagsmandat erobert und damit das drohende Ende ihrer Polit-Karriere abgewendet.

Von Alf Geiger

Neu-Ulm - Sie schafft es. Sie schafft es nicht. Sie schafft es. Sie schafft es nicht. Sie schafft es - und tatsächlich: Sie hat es geschafft. Dr. Beate Merk, die 51-jährige amtierende Justizministerin und frühere Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin, hat erstmals ein Landtagsmandat erobert und damit das drohende Ende ihrer Polit-Karriere abgewendet. Bis gestern Vormittag musste die Pfuhlerin zittern und hoffen - dann konnte sie erleichtert und glücklich aufatmen.

Wieder einmal hat sie mit äußerst knapper Mehrheit einen politischen Sieg errungen: Schon bei der ersten Wahl zur Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin musste sie kräftig die Daumen drücken, ehe damals ihr hauchdünner Vorsprung von gerade einmal drei Stimmen feststand. Auch bei der Wahl am Sonntag stand es auf des Messers Schneide, ob sie als schwäbische Spitzenkandidatin der CSU den Sprung in den Landtag geschafft hat oder nicht. Noch am späten Sonntag abend hatte es geheißen, dass Merk ihr Wahlziel knapp verpasst habe und gescheitert sei. Es wurde eifrig hin und her gerechnet, doch letztlich kamen die Analysten meist auf das gleiche Ergebnis: Es werde wohl nicht reichen...

Beate Merk musste unruhige Stunden überstehen, ehe sich erst weit nach Mitternacht dann doch überraschend abzeichnete, dass es zum Einzug in den Landtag reichen würde. Entsprechend glücklich und selbstbewusst will die 51-Jährige jetzt die Weichen stellen - dass sie dabei auch ihren Ministerposten "mit Zähnen und Klauen" verteidigen wird, wie es eine Parteifreundin formulierte, versteht sich da fast schon von selbst. Zwar schielen bereits die potenziellen Koalitionspartner auf das "klassische FDP-Resort" Justiz, doch da wird Merk nun mit ihrer ganzen Erfahrung als langjährige Kommunalpolitikerin und gestandene Ministerin dagegen halten.

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Ob es dann aber am Ende das Justizministerium oder doch ein anderer Ministerposten sein wird, war gestern aus dem Umfeld von Beate Merk nicht zu erfahren. Angesichts der Turbulenzen in der CSU haben die Parteistrategen derzeit wohl auch drängendere Sorgen. "Ich habe jetzt nicht mehr den leisesten Zweifel daran, dass es auch im neuen Kabinett eine Ministerin Beate Merk geben wird", so ein Insider aus der Landespolitik gestern zur NUZ.

Wie knapp die Entscheidung war, zeigt eine Zahl, die gestern durchsickerte: Etwas mehr als 12 000 Stimmen bayernweit hatten am Ende den Ausschlag für Merk gegeben...

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