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Biberach/Landkreis Neu-Ulm

26.02.2018

Beate Merk soll erneut für die CSU in den Landtag ziehen

Beate Merk ist als Landtagskandidatin der CSU für den Stimmkreis Neu-Ulm nominiert worden.
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Beate Merk ist als Landtagskandidatin der CSU für den Stimmkreis Neu-Ulm nominiert worden.
Bild: Alexander Kaya (Archivbild)

Beate Merk tritt noch mal an: Sie ist von der CSU als Direktkandidatin für den Stimmkreis Neu-Ulm nominiert worden.

Als harmonisches Familienfest von rund 80 CSU-Mitgliedern mit Weißwurstfrühstück und Unterhaltungsmusik der „Unterillertaler Tanzmusikanten“ erwies sich am Samstag im Biberacher Brauereigasthof die Kreisversammlung zur Nominierung ihrer Kandidaten für die Land- und Bezirkstagswahlen im Oktober. Die beiden einzigen Bewerber, Staatsministerin Beate Merk und Bezirksrat Herbert Pressl, wurden erwartungsgemäß – wenn auch nicht einstimmig – gewählt.

Ein Hauch von Heimat und der Sehnsucht nach Geborgenheit lag über der morgendlichen Versammlung. Ganz im Sinne ihres Heimatministers und künftigen Ministerpräsidenten Markus Söder, der erst jüngst in seiner Aschermittwochsrede Region, Heimat und Partei über den grünen Klee gelobt hatte, pries Beate Merk in ihrer Bewerbungsrede „den Neu-Ulmer Boden, der mich erdet“. Immer, wenn sie weit weg sei von daheim, spüre sie, was ihr Heimat bedeute. „Sie ist für jeden etwas Besonderes, schöpft ihre Kraft aus den Menschen, aus den Vereinen.“ In dieser Weise auch Herbert Pressl, für den der Begriff Heimat „wieder viel bedeutender geworden ist, weil viel Staub weggewischt wurde“. Heimat sei heute in vieler Munde, „was vor allem das Heimatmuseum, nein, das Heimatministerium in der Staatsregierung bewirkt hat“. Heimat müsse wieder stärker in den Mittelpunkt gestellt werden.

Nach seinem erhofften Wiedereinzug in den Bezirkstag nach den Wahlen im Oktober werde er sich weiterhin um eine gute soziale Versorgung im Landkreis bemühen, versprach Pressl. Es gehe darum, das Netz der Betreuung noch dichter zu knüpfen. Die Lebenshilfe könne weiterhin mit seiner Unterstützung rechnen, ebenso die stationäre geriatrische Versorgung in Günzburg, Weißenhorn und Illertissen.

Großen Raum nahm in Pressls Rede die Kultur im Landkreis ein. Dazu zählte er die finanzielle Förderung der Vereinstrachten, der Museen in Neu-Ulm, Illertissen und Weißenhorn, das Bildungszentrum in Roggenburg. In Natur- und Umweltschutz sei sein Wirkungsraum begrenzt, bedauerte Pressl. Auf jeden Fall aber werde er sich uneingeschränkt für die weitere Renaturierung der Iller einsetzen und den Einbau weiterer Kleinkraftwerke verhindern.

Merk kündigte „einen sehr schweren Wahlkampf“ an, versicherte den Parteifreunden aber zugleich, die CSU habe die richtigen politischen Visionen in Bayern und auch in Neu-Ulm. „Söder ist der richtige Mann als Ministerpräsident und Seehofer ein starker Vorsitzender.“ Mit Söders Zehn-Punkteprogramm gehe die Partei auf die Menschen zu, pfropfe ihnen aber nichts auf. „Denn die Menschen kennen ihre Probleme selbst am besten und auch ihre Lösungen.“ Zum „Nuxit“ wolle sie die Meinung der Bürger kennenlernen. Sie forderte ein neutrales Vorgehen der Verwaltung, das Chancen und Risiken sorgfältig abwäge. „Wir brauchen eine eindeutige Klarstellung der Konsequenzen.“ Einsetzen will sich Merk für den Ausbau der Illertalbahn, der medizinischen Versorgung, der Schulen und des Wohnraums für jeden Geldbeutel. Das Wohlergehen der Bürger liege ihr am Herzen und sie halte Wort, wo sie etwas anpacke. Zusätzlich wolle sie noch eine persönliche Umfrage unter den Bürgern im Landkreis veranstalten.

In der knapp gehaltenen Aussprache zu den Vorträgen versicherte Hildegard Mack als Vorsitzende der Seniorenunion, Merk könne im kommenden Wahlkampf voll auf sie vertrauen. Die Lebenshilfe dankte Herbert Pressl für die fortwährende Unterstützung durch den Bezirk. Pater Roman Löschinger warnte als Geschäftsführer des Bildungszentrums im Prämonstratenserkloster Roggenburg vor übertriebenen Regionalinteressen: „Wir müssen das Gemeinsame über das Eigene stellen.“ Unter heftigem Applaus mahnte er die Partei, zusammenzuhalten, sonst sei die Wahl verloren. „Konservativ-christlich ist nicht rechts, sondern etwas, das wir brauchen.“

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