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03.07.2010

Begegnungsstätte für Jung und Alt

Gerhard Hitzler, der Vorsitzende der Landeskirchlichen Gemeinschaft Pfuhl packt selbst mit an, damit bis zur Eröffnung morgen alles fertig ist. Foto: Furthmair
Bild: Furthmair

Pfuhl Freiwillige Helferinnen putzen die Türen und schrubben den Boden. Handwerker wuseln herum. Gerhard Hitzler kommt gerade aus dem Baumarkt zurück. "Ein paar Löcher müssen noch gebohrt werden, danach wollen wir noch ein paar Bilder aufhängen", sagt der Vorsitzende der Landeskirchlichen Gemeinschaft Pfuhl. Dass er bei den letzten Handgriffen, die bis morgen zur feierlichen Einweihung des neuen Gemeindezentrums noch zu erledigen sind, selbst mit anpackt, ist für den Mann in der grauen Latzhose selbstverständlich. "Ich bin das Mädchen für alles." Seit Oktober 2009 ist er im Ruhestand - fast jeden Tag hat er seitdem auf der Baustelle verbracht.

VOn Stephanie Schuster

Bei dem rund 2,2 Millionen Euro teuren Projekt haben aber noch viele weitere Gemeindemitglieder nach Kräften mitgeholfen. 5000 Stunden Eigenleistung haben die Ehrenamtlichen in ihr neues Gemeindezentrum gesteckt. "Jeder hat die Fähigkeiten eingebracht, die er einbringen konnte", sagt Hitzler. Nach gut 15 Monaten Bauzeit ist das Werk nun vollendet - bis auf die Außenarbeiten. Im Garten sind noch die Bagger zugange. Dort entsteht ein behindertengerechter Zugang zum Jugendbereich im Untergeschoss. Die Jugendlichen bekommen dort ihr eigenes Reich - mit großzügigen Gruppenräumen, Terrasse, Volleyballplatz und Grillstelle.

Der Gottesdienstraum, ausgestattet mit neuster Technik und Empore, bietet 350 Kirchgängern Platz - auf hellen Stühlen mit orangefarbenen Sitzkissen. Eltern mit kleinen Kindern steht ein abgetrennter Raum zur Verfügung, von wo aus sie den Gottesdienst durch eine Scheibe und über Lautsprecher verfolgen können. Für größere Veranstaltungen kann aber schnell erweitert werden - flexible Wände machen es problemlos möglich. Ein kleiner Raum ist ebenfalls auf die Schnelle "verschließbar", etwa für Bibelgespräche.

Begegnungsstätte für Jung und Alt

Der helle, lichtdurchflutete Bau beherbergt außerdem eine Cafeteria, das Büro der Gemeinde, einen kleinen Buchladen - und das Foyer. "Das ist unsere Begegnungsstätte vor und nach den Gottesdiensten", erklärt Hitzler. Um künftig noch mehr Leute zu erreichen, will die Gemeinde das neue Gotteshaus auch für Konzerte oder Theateraufführungen öffnen. "Wir wollen mehr bieten als Gottesdienst und Predigt." Schließlich sei es schön, wenn die Gemeinde wächst - Platz genug ist nun jedenfalls.

Die Einweihungsfeier beginnt am morgigen Sonntag um 14 Uhr.

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