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17.06.2009

Bei "MiMi" helfen Migranten Migranten

Senden (ast) - Ein Gesundheitsprojekt mit Namen "MiMi" wird in Senden gestartet. Es richtet sich an türkischsprachige Mitbürger. Geleitet wird es vom Institut für Bildung in Senden - in Person von Meltem Madenci - sowie von der Integrationsstelle des Landratsamtes Neu-Ulm. Die Kosten dafür tragen die Stadt und der Kreis je zur Hälfte.

Hinter dem Projekt verbirgt sich jede Menge Information und Hilfestellung von Migranten für Migranten. Das erläuterte gestern die Integrationsbeauftragte des Landkreises Neu-Ulm, Renate Kögel, im Sendener Rathaus. Meltem Madenci aus Senden ist dabei die Ansprechpartnerin vor Ort.

Es wird zunächst drei Vorträge in türkischer Sprache im Klubraum des Bürgerhauses geben, und zwar am 23. und 30. Juni sowie am 7. Juli, jeweils von 17 bis 20 Uhr. Referentin ist Sibel Altunay.

Es geht um die Vorstellung des deutschen Gesundheitswesens, um Migranten mit der Funktionsweise vertraut zu machen. Der zweite Vortrag befasst sich mit dem Themenkomplex Kindergesundheit, der Dritte mit Ernährung und Bewegung. Die Vortragsabende wenden sich vor allem an Frauen.

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Bürgermeister Kurt Baiker begrüßte die Aktion und betonte, Integration sei ein Leichtes, wenn die Menschen miteinander reden würden. "Wenn wir zueinander offener sind, wird es keine Schwierigkeiten geben."

Barrieren überwinden

Getragen wird das Projekt "MiMi" von bereist integrierten Migranten. Ein Paradebeispiel dafür ist die Sendenerin Meltem Madenci, die Anfang des Jahres das Institut für Bildung (IfB) gegründet hat und bereits 16 Mitarbeiter beschäftigt. Es sitzt in der Hauptstraße 59. Die 36-Jährige hat BWL studiert, fünf Kinder und will Landsleuten helfen, die Barrieren im fremden Land zu überwinden. Dazu gehören viele Kurse, vor allem Sprachkurse, aber auch Schülerhilfe. In Senden sind 25 Prozent der Bevölkerung Menschen mit Migrationshintergrund. Etwa 2500 türkischsprachige Mitbürger leben in der Stadt, doch der Großteil ist deutscher Staatsbürger - so wie auch Meltem Madenci.

Fortsetzung folgt

Wenn die drei in Senden geplanten "MiMi"-Abende vorbei sind, soll eine Umfrage zeigen, wie gut die Aktion angekommen ist. "Danach werden wir sehen, wie es weitergeht", sagt Jürgen Schwer, Integrationsbeauftragter der Stadt. Doch er ist sich sicher: "Das Projekt wird fortgesetzt."

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