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Pfaffenhofen

06.10.2019

Beim Marktlauf wird für den guten Zweck gerannt

Hunderte Hobbyläufer nahmen am diesjährigen Marktlauf in Pfaffenhofen teil. In diesem Jahr hatten die Veranstalter mehrere Neuerungen an den Start gebracht.
Bild: Andreas Brücken

Unter dem Motto „Mach mit – lauf mit – hilf mit“ gehen Hunderte Hobbyläufer beim Marktlaut in Pfaffenhofen auf den Weg – so manch einer auch mit Gehhilfe.

Nach 13 Jahren haben die Veranstalter des Marktlaufes in Pfaffenhofen das Event deutlich umgestellt: Mit dem neuen „Kaffeeklatschlauf“ begaben sich rüstige Senioren sowie die jüngsten Sportler auf eine rund 540 Meter lange Strecke. Ganz nach dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“ gingen auch Eltern mit Kinderwagen, Senioren mit Rollator oder Hund und Herrchen an den Start.

Der Weg führte die Teilnehmer vom Start an der Insel hinauf zur Pfarrkirche von St. Martin, den Römerweg hinunter und dann an der Roth entlang zurück zum Ausgangspunkt. Im Ziel wurden die Hobbyläufer und Gaudi-Athleten mit einer Tasse Kaffe belohnt. Die jüngeren Sportler durften sich über einen knackigen Apfel und eine Überraschung freuen. Die vierjährige Luisa aus Jedesheim hat sich mit ihrem Kettcar an der Spaßrunde beteiligt. Anstrengend sei es nicht gewesen, sagt sie und verrät ihren Trainingsplan: „Ich bin oft mit meinem Kettcar zu meiner Oma gefahren.“ Helga Enderlein hat mit ihren 85 Jahren zum ersten Mal an einer Laufveranstaltung teilgenommen. Der halbe Kilometer sei für sie mit ihrer Gehhilfe kein Problem gewesen: „Das ist, als ob man zügig zur Bushaltestelle geht.“

Marktlauf in Pfaffenhofen: Es gab einige Veränderungen

Mit dem neuen Start- und Zielbereich am Umspannwerk an der Insel erhofften sich die Macher eine wesentliche Erleichterung für die aufwendige Logistik, die bislang betrieben werden musste. Organisator Tobias Simon zeigte sich zufrieden mit dem neuen Platz: „Dieser Ort hat sich für Start und Ziel gut bewährt.“ Fast zwei Tage seien die ehrenamtlichen Helfer beschäftigt gewesen, den bisherigen Veranstaltungsort vor dem Irish Pub an der Volkertshofener Straße auf- und abzubauen. Neben den Zelten und Absperrungen im Zielbereich musste auch die gesamte technische Ausstattung für die Zeitmessung transportiert werden. Zudem sind Mietkosten für einen Lastwagen von etwa 500 Euro angefallen.

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Geld, das die Macher des Marktlaufes lieber in anderen Händen sehen wollen. Schließlich lautet das Motto des Sportevents „Mach mit – lauf mit – hilf mit“ – denn die Teilnehmer schnüren ihre Schuhe für einen guten Zweck. Auch in diesem Jahr soll der Erlös der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung, sowie der Organisation „Pfaffenhofen hilft“ zugutekommen. Zudem sollen die Vereine und Organisationen, welche die Veranstaltung in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden unterstützen, bedacht werden.

Beim Pfaffenhofer Marktlauf geht es nicht darum, der Schnellste zu sein

Besonders charmant erwies sich die Premiere bei der neuen Wertung für die Nordic Walker. Denn nicht der schnellste Teilnehmer bekam den begehrten Pokal, sondern jener Läufer, der am nahesten an der durchschnittlichen Zeit lag. Mit dieser Neuerung wollten die Macher den Leistungsdruck aus dem Wettbewerb nehmen und den Fokus wieder auf den Breitensport für jedermann lenken. Peter Steiner, langjähriger Sieger der Disziplin, zeigte jedoch wenig Begeisterung für die Neuerung. Er hätte sich eine Mischung aus beiden Wertungen gewünscht, wie er auf unsere Nachfrage einräumt: „Den schnellsten Läufer auszuzeichnen, wäre sportlicher gewesen.“

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Hunderte Teilnehmer beim Marktlauf
Bild: Andreas Brücken

Als dritte Neuerung haben die Veranstalter auf Wunsch vieler Läufer die Streckenführung für Jugend-, Hobby- und Hauptlauf anspruchsvoller gestaltet: Von der Holzschwanger Straße startend führte der Weg zunächst, wie auch in den vergangenen Jahren, in Richtung Volkertshofen und Diepertshofen. Doch anschließend mussten die Sportler die Steigung des Römerwegs hinauf zum Rathausplatz bewältigen.

Zwischen 2,6 und 7,9 Kilometer mussten die Sportler zurücklegen. Als Sieger des Hauptlaufes lief Tobias Ritter nach 25 Minuten und 52 Sekunden als Erster über die Ziellinie – mit fast einer Minute Vorsprung. Die Kategorie der stärksten Nachwuchsmannschaft führt die Grundschule Holzheim an: 25 Gruppenmitglieder kamen ins Ziel.

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