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09.02.2015

Betrüger suchen im Telefonbuch nach Opfern

Neuer Enkel-Trick in Weißenhorn

Kriminelle versuchen in der Fuggerstadt weiterhin mit dem sogenannten Enkel-Trick ihr Glück: Nach zwei mutmaßlichen Betrugsversuchen hat die Polizei nun einen weiteren Anruf registriert. Eine Unbekannte gab sich gegenüber einer 86-jährigen Frau als Verwandte aus. Die Ermittler mahnen zur Wachsamkeit: Angerufene sollten im Zweifel sorgfältig prüfen, ob es sich bei dem Anrufer tatsächlich um ein Familienmitglied handeln könnte. Geld und Wertgegenstände sollten nicht herausgegeben werden. Ein Rat der Ordnungshüter: Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sich eine Telefonnummer für einen Rückruf geben lassen – und bei Bedarf die Polizei verständigen.

Bei dem dritten festgestellten Anruf gab sich eine Frau als entfernte Verwandte der 86-jährigen Weißenhornerin aus. In ihrer geschickten Gesprächsführung äußerte die Anruferin, dass sie aufgrund einer Fehlbuchung seitens ihrer Bank nicht mehr liquide sei und nun dringend 20000 Euro benötige, teilt die Polizei mit. Die Seniorin wurde jedoch misstrauisch und gab an, weder Bargeld noch Wertsachen zu besitzen. Daraufhin beendete die Unbekannte das Gespräch.

Unbekannte haben es auf Senioren abgesehen

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Eine übliche Masche, so die Polizei. Denn sobald die Anrufer Widerstand spüren oder ein Dritter hinzukommt, stellen sie ihre Bemühungen meistens ein – so wie bei zwei anderen Fällen, die zuletzt in Weißenhorn registriert wurden. Bei keinem kam es zu einer Übergabe. Die Ermittler gehen davon aus, dass die mutmaßlichen Betrüger im Telefonbuch gezielt nach Namen suchen, die auf ein höheres Alter der Bürger hinweisen. Sie hofften wohl, Senioren hereinlegen zu können.

Diese sogenannte Enkel-Trick-Masche ist laut Polizei zwar nicht neu, führe aber immer wieder zum Erfolg. Angerufene sollten daher die Angaben von Anrufern zwingend überprüfen. Bei Zweifeln sollten die Bürger die Polizei verständigen. (az, caj)

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