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Polizei

17.10.2017

Betrunkener randaliert mit Axt in Mehrfamilienhaus

Bild: dpa

Sondereinsatzkommando stürmt nachts Wohnung in Neu-Ulm. 25 Bewohner müssen Gebäude verlassen

Ein mit einer Axt bewaffneter Randalierer hat in der Nacht zum Montag einen Großeinsatz in der Neu-Ulmer Innenstadt ausgelöst. Das Gebäude in der Wilhelmstraße wurde sicherheitshalber evakuiert. Etwa 25 Bewohner mussten raus. Dann stürmte die Polizei die Wohnung des betrunkenen Randalierers und nahm den 36-Jährigen fest.

Gegen 23.15 Uhr war bei der Polizei der Notruf eingegangen. Der 36-Jährige war mit dem Sohn seiner Lebensgefährtin in Streit geraten und rastete daraufhin aus. Wie die Polizei mitteilt, schlug der stark Betrunkene mehrfach mit einer Axt gegen Türen und Einrichtungsgegenstände. Der Sohn flüchtete und informierte die Polizei. Seine Mutter war zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause. Der Mann verbarrikadierte sich in seiner Wohnung und wütete offenbar weiter. Dabei soll er herumgeschrien und Drohungen ausgestoßen haben. Weil die Beamten der herbeigerufenen Streife nicht an ihn rankamen, riefen sie Verstärkung. Der Bereich in und um das Mehrfamilienhaus wurde abgesperrt. Um eine Gefährdung der weiteren Bewohner auszuschließen, klingelte die Polizei sie raus, dann mussten die 25 Leute das Haus verlassen. Sie wurden in der nahe gelegenen Glacis-Galerie von Mitarbeitern des Roten Kreuzes betreut.

Spezialkräfte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) verschafften sich daraufhin Zugang zu der Wohnung des 36-Jährigen, der sich zu diesem Zeitpunkt alleine dort aufhielt. Die Polizisten nahmen den hochaggressiven Mann fest. Aufgrund seines psychischen Zustands wurde er in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen. Verletzt wurde bei dem nächtlichen Einsatz niemand. In der Wohnung stellten die Polizisten mehrere Äxte sicher. Außerdem fanden sie einen Morgenstern, das ist eine mittelalterliche Schlagwaffe mit einem Kopf aus Metall.

Die weiteren Ermittlungen hat die Polizeiinspektion Neu-Ulm übernommen. Die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten gegen 3.30 Uhr wieder zurück in ihre Wohnungen.

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