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03.10.2013

BiSS will bissig in den Wahlkampf ziehen

Der Verein „Bürgerinteressen Stadt Senden“ setzt auf eine gemischte Liste, was Alter, Ortsteile und Geschlecht anbelangt.
Bild: Angela Häusler

Der Bürgerinteressen-Verein präsentiert seine Kandidaten für die Kommunalwahl im kommenden Jahr.

25 Kandidaten und fünf Ersatzleute schickt der Verein „Bürgerinteressen Stadt Senden“ (BiSS) im März 2014 bei den Kommunalwahlen ins Rennen. „Ab Januar geht es richtig los“, erklärte BiSS-Stadtrat Anton Leger, als der Verein über die Kandidatenliste für Kommunalwahlen abgestimmt hatte.

Vereinsvorsitzender Herbert Ruf sagte, BiSS habe nun eine gemischte Liste, in der alle Altersstufen, Bürger aus allen Ortsteilen sowie Frauen und Männer gleichermaßen vertreten sind. Mit einem Infostand auf dem Marktplatz sind die Vereinsvertreter bereits in der vergangenen Woche in den Wahlkampf eingestiegen, „und wir kommen gar nicht so schlecht an, wie es manchmal dargestellt wird“, betonte Anton Leger, derzeit einziger BiSS-Vertreter im Sendener Stadtrat.

Für die nächste Legislaturperiode hofft er auf Zuwachs, traumhaft, meint er, wäre ein Ergebnis von vier Sitzen, doch er rechnet eher damit, dass „wieder ein Sitz in den Ausschüssen herauskommt“. Der Verein unterstützt den von der CSU nominierten Kandidaten fürs Bürgermeisteramt, Raphael Bögge. Diesen hatte BiSS auch eingeladen. Bögge gab den Anwesenden einen kurzen Überblick über seine Vorhaben.

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Zu den von Leger vorgebrachten Kritikpunkten am derzeitigen Rathauschef Kurt Baiker gehörten die höheren Kosten für den Stadtpark durch den erneuten Fund von kontaminierter Erde, und auch, dass Baiker „kalt lächelnd nicht immer die Wahrheit“ sage, so Leger.

Ihn ärgert, dass weder die von BiSS anvisierten Motorradparkplätze in der Hauptstraße noch die gewünschte Linksabbiegespur in der St-Florian-Straße umgesetzt wurden. Hinsichtlich der für 2014 zugesagten Absenkung der Gewerbesteuer „war ich der Einzige, der dafür gestimmt hat – obwohl es alle versprochen haben“, bemängelte Leger. Und auch beim Thema Bahnübergang sei man in den vergangenen zehn Jahren nicht weitergekommen.

Mit ihrer „Abhängigkeit zum Bürgermeister“, prophezeite Leger, steuere die SPD-Fraktion einem „Totalschaden“ entgegen, die CSU wiederum müsse „irgendwann aus ihrem Spar- und Schongang herauskommen“. BiSS wolle künftig ein unabhängiges und effizientes Team stellen, das „manches ganz anders machen wird“.

Kritik an der Situation der Stadt meldeten ebenfalls einige der Listenkandidaten an. Vor allem die Frage nach dem Bahnübergang sowie der Zustand der Innenstadt gibt ihnen zu denken, doch auch auf fehlende Angebote für Jugendliche oder die städtischen Finanzen richteten sie ihr Augenmerk.

Sie einigten sich einstimmig auf die vom Vorstand zusammengestellte Liste.

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