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Ulm/Neu-Ulm

29.09.2019

Bilder, Video, Ergebnisse: Das war der Einstein-Marathon 2019

Mehr als 12400 Athleten aus 20 Nationen waren beim 15. Einstein-Marathon am Sonntag in Ulm und Neu-Ulm unterwegs. Die Teilnehmer gingen dabei in acht verschiedenen Disziplinen und über verschiedene Distanzen an den Start, hier zum Beispiel beim Gesundheitslauf über fünf Kilometer.
Bild: Alexander Kaya

Mehr als 12.400 Läufer, Handbiker und Inline-Fahrer sausen beim 15. Einstein-Marathon durch Ulm und Neu-Ulm. Für die Athleten spielen Publikum und Helfer eine wichtige Rolle.

Noch ein letzter Blick nach rechts auf die Donau, dann tragen ihn seine Füße die kleine Anhöhe hinauf, vorbei am Ulmer Fischerviertel. „Zähne zusammenbeißen“, denkt sich Tobias Haumann. Als er wenig später in den Zieleinlauf einbiegt, applaudieren Hunderte Zuschauer auf dem Münsterplatz. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht läuft Haumann nach zwei Stunden und 48 Minuten als dritter Marathonläufer an diesem Tag über die Ziellinie. Vom Sieger des 15. Einstein-Marathons, der eine Viertelstunde früher ins Ziel kam, ist da schon längst nichts mehr zu sehen.

Denn rund um den höchsten Kirchturm der Welt tummeln sich am Sonntag seit dem frühen Vormittag zahllose Zuschauer. Die Sonne lacht und die Besucher lassen sich Bratwürste und Schupfnudeln schmecken. Die Stimmung ist aber nicht nur am Münsterplatz ausgelassen. Überall entlang der Strecke durch Ulm und Neu-Ulm spielen Bands und Menschen feuern die Läufer an. „Auf geht’s, du schaffst das“, schreit Brigitte den vorbeistürmenden Sportlern in Dauerschleife zu. Sie wäre gerne selbst in die Laufschuhe geschlüpft, eine Knieverletzung zwinge sie aber zum Zusehen. Aber entgehen lassen will sie sich das Spektakel trotzdem nicht: „Geht’s nach mir, kommt der Einstein-Marathon gleich nach dem Nabada“, sagt sie.

Mehr als 12.400 Sportler beim 15. Einstein-Marathon in Ulm und Neu-Ulm

An Teilnehmern mangelt es bei der 15. Auflage des Laufs ohnehin nicht. Mehr als 12.400 Läufer, Inline-Fahrer und Handbiker sind in den acht Disziplinen über verschiedene Distanzen unterwegs. Und dabei geht es durchaus international zu. Rund 100 Läufer aus Indien, Kolumbien, Südafrika, Brasilien, Chile, Hongkong, China, Kanada und Kasachstan sind für den Marathon an der Donau gemeldet. Den beschreibt der Drittplatzierte Haumann übrigens als einen der schönsten, den er bislang gelaufen sei. Und der Münchner ist schon bei vielen Marathons an den Start gegangen, reist für seine Leidenschaft regelmäßig um die Welt, wie er berichtet. Der Einstein-Marathon brauche sich da nicht zu verstecken, sagt er: „Das war heute ein ganz besonderer Lauf. Super organisiert.“ Und ruhig noch dazu. Laut Polizei und Rotem Kreuz gab es den ganzen Tag über keine besonderen Vorkommnisse.

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Ulmer Einstein Marathon 2019
Bild: Alexander Kaya

Ungetrübt und ausgelassen war auch die Stimmung am Streckenrand. Besonders die habe es Haumann angetan: „Die war gigantisch – die Menschen haben mich super getragen.“ Das sei enorm wichtig, sagt Haumann. Denn Marathon sei immer auch ein bisschen Qual: „Der Kopf sagt dauernd: Bleib stehen.“ Die Anfeuerungsrufe der Zuschauer seien deshalb enorm wichtig. Einen tollen Job hätten zudem auch die Begleiter gemacht, die die Marathonläufer mit dem Rad begleiten.

Im Fall von Haumann ist das Thorsten. Der 44-Jährige begleitet die Marathonläufer nach eigenen Angaben bereits seit 15 Jahren, also seit der Erstauflage, mit dem Fahrrad auf der Strecke durch Ulm und Neu-Ulm. Sein Fazit: „Ein sehr entspannter Lauf, wie immer super organisiert.“ Auch er findet besonderen Gefallen an der Stimmung am Streckenrand, wie er sagt. An der Seite der Marathonläufer bekommt der 44-Jährige aber auch hautnah mit, was in den Athleten vorgeht: „Natürlich gibt’s da immer Auf und Abs.“ Thorsten versuche deshalb, seinen Läufer aufzubauen, wenn er es braucht und ihn in Ruhe laufen zu lassen, wenn es rund läuft. Das einzuschätzen sei nicht so einfach, sagt er: „Aber bei 42 Kilometern bleibt ja etwas Zeit, sich kennenzulernen.“ Kritisch werde es ohnehin erst gegen Ende, meist auf den letzten zehn Kilometern.

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So sportlich ging es beim Ulmer Einstein-Marathon 2019 zu
Bild: Alexander Kaya

Die Sieger beim Einstein-Marathon 2019:

Marathon (42,2 Kilometer): Thorben Dietz (02:33,15); Larissa Andrea Sägesser (03:13,31).

Marathon-Staffel: Zeiss Sports Team (02:54,55); hsb running team (02:55,00).

Halbmarathon (21,1 km): Paul Snehotta (01:12,29); Vera Gulyás (01:18,53).

Zehn-Kilometer-Lauf: Stefan Schmauder (0:33,45); Nadja Willenborg (0:38,04).

Fünf-Kilometer-Lauf: Lukas Müller (0:16,17); Antje Alt (0:18,03).

Inline-Skating: Mathias Schill (0:36,09); Theresa Ricke (0:37,55).

Handbike: Max Weber (0:32,45); Julia Dierkesmann (0:36,34).

Nordic-Walking (21,1 km): Erich Geiselmann (02:27,09); Ilse Denner (02:37,43).

Gehen (10 km): Ronja Franke (01:04,18); Heiko Grätsch (01:08,11).


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