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Blaubeuren/Ulm
07.09.2021

Nach Vergewaltigung: Polizei startet zweiten DNA-Reihentest in Blaubeuren

Die Ulmer Polizei startet einen zweiten DNA-Reihentest in Blaubeuren.
Foto: dpa (Symbolbild)

Nach einer Vergewaltigung und drei Einbrüchen in Blaubeuren bittet die Polizei jetzt erneut Männer zum DNA-Test. Was die Ermittlungen bisher ergeben haben.

Im Zusammenhang mit drei Einbrüchen und einer Vergewaltigung in Blaubeuren Ende vergangenen Jahres, haben Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei jetzt zur zweiten DNA-Reihenuntersuchung eingeladen. Sie findet am Freitag, 10. September, von 12 bis 20 Uhr, und am Samstag, 11. September, von 12 bis 20 Uhr, in der Stadthalle in Blaubeuren statt. Die Männer, die an der ersten Untersuchung nicht teilgenommen haben und sich nicht gemeldet haben, haben jetzt die Einladung zur Teilnahme an dieser zweiten Reihenuntersuchung zugesandt bekommen. Die Teilnahme ist laut Polizei freiwillig, trage aber maßgeblich dazu bei, die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden zu unterstützen.

Der Täter war im Herbst 2020 zwischen 41 und 52 Jahre alt

Mit der Reihenuntersuchung hoffen Staatsanwaltschaft und Polizei, einen Schritt weiter zu kommen. Die Analyse der vom mutmaßlichen Täter stammenden DNA an zwei Tatorten ergab, dass er im Herbst 2020 zwischen 41 und 52 Jahre alt gewesen sein muss. Nach dem Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Täter zu dieser Zeit in Blaubeuren wohnte. Dies trifft auf rund 700 Personen zu. Die Männer aus Blaubeuren und seinen Teilorten Gerhausen und Weiler, die zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Dezember 2020 dort gemeldet oder zugewiesen waren oder sich tatsächlich dort aufhielten und zwischen 41 und 52 Jahre alt waren, wurden deshalb eingeladen, freiwillig eine Speichelprobe abzugeben.

Am ersten DNA-Reihentest in Blaubeuren haben sich 270 Männer beteiligt

An der ersten DNA-Probenentnahme haben sich 270 Männer beteiligt, 60 weitere haben um einen Ersatztermin gebeten. Damit wurde bereits fast die Hälfte der betroffenen Männer erreicht. Das sei angesichts des Termins in den Ferien und der Freiwilligkeit der Teilnahme ein hoher Anteil, freuen sich die Behörden. Deshalb seien sie auch zuversichtlich, dass die Bereitschaft zur Teilnahme unter den Blaubeurern weiterhin hoch ist und sich zum zweiten Termin wiederum viele Männer zur Teilnehme entschließen.

Die Ergebnisse aus der ersten Untersuchung liegen noch nicht vor. Die Proben wurden anonymisiert und in einem externen Labor unter hohen Sicherheitsanforderungen untersucht. Anschließend werden sie dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg übermittelt und mit den Spuren aus dem genannten Fall in Blaubeuren verglichen.

Die Polizei betont: Die Eingeladenen seien nicht verdächtig. Die DNA-Muster würden nicht in einer Datenbank gespeichert, sondern nur in einer Datei und unmittelbar nach dem Abgleich mit den am Tatort gefundenen Spuren gelöscht, also wenn sie nicht mehr benötigt würden. Mit Spuren aus anderen Straftaten werden die DNA-Muster nach Angaben der Polizei nicht verglichen. (AZ)

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