Newsticker

RKI meldet 11.409 neu mit Corona Infizierte
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Blick in die Kasse stimmt Räte froh

20.05.2015

Blick in die Kasse stimmt Räte froh

Optimismus in Weißenhorn

Ohne Gegenstimme haben die Weißenhorner Stadträte den Haushaltsplan für das Jahr 2015 verabschiedet. Nach den Millionenprojekten wie Schlössersanierung und Hallenbau sind heuer deutlich weniger Investitionen vorgesehen – so will die Stadt in Bauten und Grundstückskäufe 9,18 Millionen Euro investieren (wir berichteten). Im Vorjahr waren es noch stolze 13,16 Millionen. Ein Hauptaugenmerk liegt auf Landkäufen – in nächster Zeit sollen Wohngebiete entstehen. In einer Klausur wollen die Räte zudem darüber sprechen, wo in der Fuggerstadt neue Betriebe angesiedelt werden könnten. Es gebe bereits Nachfragen, aber kaum noch freien Raum, hieß es.

Einige Bauvorhaben sind 2015 trotzdem geplant, so soll der Platz zwischen Schlössern und Bräuhaus gestaltet werden. Heuer will Kämmerer Michael Konrad 710000 Euro aus dem Ersparten nehmen. Ein Kredit ist nicht vorgesehen.

Für das Budget gab es in allen Fraktionen lobende Worte. Dennoch wurde zur Umsicht gemahnt – getreu dem Ausspruch des chinesischen Philosophen Konfuzius: „Wenn sich Wohlstand einstellt, brauche ihn nicht vollständig auf.“ Diesen Gedanken hatte Kämmerer Konrad in seinem Haushaltsbericht angeführt.

Werner Weiss (WÜW) sprach von einem „positiven Ergebnis“. Allerdings könnten den üppigen Jahren auch schlechte folgen. So würden die Personalkosten stetig steigen. Kritik äußerte Weiss am Zeitpunkt der Etat-Vorlage, nachdem das halbe Jahr bereits verstrichen sei. Das werfe Fragen auf.

Ernst Peter Keller (CSU) sah Weißenhorn finanziell „gut gerüstet für die Zukunft“. Auch Herbert Richter (SPD) fand, der Haushaltsplan lasse einen „relativ entspannt“ nach vorne schauen. Ulrich Fliegel (Grüne) freute sich über eine geringe Pro-Kopf-Verschuldung (212 Euro). Man habe nicht „ein so großes Loch“ wie andere Städte. Geht es nach Fliegel, sollte die Jugend profitieren. Auch Ulrich Hoffmann (ÖDP) sah „Weichen und Wege“ richtiggestellt. (caj)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren