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Erbach bei Ulm

18.09.2016

Brandstiftung: Flüchtlingsunterkunft wieder bewohnbar

Fünf Menschen sind laut Polizei mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gekommen.
Bild: Thomas Heckmann

Bei einem mutwillig gelegten Feuer sind in einer Flüchtlingsunterkunft nahe Ulm neun Bewohner verletzt worden. Die Ursache ist unklar. Am Sonntag ist das Gebäude wieder bewohnbar.

Nach einer Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft in Erbach bei Ulm können die 26 Bewohner am Sonntag voraussichtlich wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Neun von ihnen waren bei dem Brand in der Nacht zum Samstag verletzt worden.

Zuvor war von fünf Verletzten mit Rauchvergiftungen die Rede gewesen. Alle neun Asylbewerber konnten bis zum Samstagabend wieder aus der Klinik entlassen werden. "Das Feuer ging von zwei Stellen im Flurbereich aus", berichtete der Sprecher. Das Gebäude, in dem auch Obdachlose untergebracht sind, wurde leicht beschädigt. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen der Polizei rund 2500 Euro.

Ermittlungen wegen Brandstiftung bei Ulm

In der Stadt Erbach sei eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe mit Staatsschutz und Mordkommission eingerichtet worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstagvormittag. Es bestehe der Verdacht auf schwere Brandstiftung, weil sich Menschen in dem Gebäude befunden hatten. Am frühen Samstagmorgen waren in dem Haus Papier, Pappe und Kleidung angezündet worden. Hinweise auf Täter oder ein mögliches Motiv gebe es nicht, sagte ein Sprecher der Ulmer Polizei.

Hintergrund des Brandes ist noch unklar

Der Bürgermeister von Erbach, Achim Gaus (parteilos), sagte, in seiner Stadt gebe es keine großen Proteste gegen Flüchtlinge und keine besonders negative Stimmung. In dem Haus, in dem Feuer gelegt wurde, seien Flüchtlinge sowie obdachlose Menschen untergebracht. Sie lebten dort in mehreren Wohnungen.dpa/AZ

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