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Pfaffenhofen

08.09.2016

Bratwurst hier, Farbtuben dort

Alfons Endres (links) und Norbert Riggenmann zeigen das aktuelle Banner: Die Bratwurst symbolisiert den Markt, farbenfrohe Fotografie die Kunst.
Bild: Andreas Brücken

Am 17. und 18. September treffen sich in Pfaffenhofen Markt und Kunst. Was den Reiz der Veranstaltung ausmacht.

Wer regionalen Künstlern bei ihrem Schaffen über die Schulter schauen will, sollte am Wochenende vom 17. und 18. September nach Pfaffenhofen kommen. Dort treffen bereits zum siebten Mal Markt und Kunst aufeinander.

Den künstlerischen Part übernehmen 17 Künstler, die sich verschiedenen Gestaltungsformen widmen: von der Malerei, Bildhauerei und Drucktechnik bis zum Holzschnitt. Einige haben bereits mehrmals bei „markt+kunst“ mitgemacht, andere sind zum ersten Mal dabei. Die Auswahl der Künstler bestimmt der Weißenhorner Maler Norbert Riggenmann, der die künstlerische Leitung der Veranstaltung übernommen hat. Er erklärt: „Wir wollen eine möglichst große Bandbreite an Kunst abbilden – nicht zu verwechseln mit kunstgewerblichen Deko-Artikeln. Dass die Künstler allesamt einen Bezug zur Region haben ist schön, aber kein Muss.“ So befinden sich unter den Kunstschaffenden in der Szene bekannte Namen wie Wolfgang Ihle, Marita Tobner oder Josef Luible.

Entscheidend ist zudem, dass die Künstler in den eineinhalb Tagen ein komplettes Werk schaffen können. Lediglich vorab erstellte Skizzen sind erlaubt, alles Weitere entsteht live in Zelt-Ateliers. Die Besucher können somit den Schaffensprozess mitverfolgen, Fragen stellen und Rückmeldungen geben. Verweilen können die Besucher zudem in einem Kunst-Café inmitten der Zelte.

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Am Montagabend geben die Künstler schließlich die entstandenen Werke ab. Eine Jury entscheidet, wer den mit 500 Euro dotieren Pfaffenhofer Kunstpreis und den mit 300 Euro dotierten Boesner-Sonderpreis bekommt. Bei einer Ausstellungsvernissage am Mittwoch, 21. September, wird der Gewinner bekannt gegeben. Alle Werke sind bis November in der VR-Bank Pfaffenhofen zu bestaunen.

Für die Künstler sei es stets eine Herausforderung, vor Publikum zu arbeiten, sagt Riggenmann: „Man steht unter Zeitdruck und Beobachtung“. Beides seien die Künstler von ihren heimischen Ateliers nicht gewohnt. Die Idee sei es daher, Schwellen abzubauen und kunstinteressiertes Publikum aus der ländlichen Umgebung zu begeistern.

Parallel zum künstlerischen Schaffen findet ein Herbstmarkt mit rund 50 Ständen statt. Zudem öffnen Einzelhändler auch sonntags die Ladentüren. Der Vorsitzende des Gewerbeverbands, Alfons Endres, beschreibt den Reiz der Veranstaltung: „Markttreiben da, kontemplative Ateliers dort.“

Die Tradition der Herbst- und Frühjahrsmärkte besteht seit den 1970er Jahren. Bis zu 5000 Besucher kommen dazu nach Pfaffenhofen.

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