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Bahnprojekt

09.12.2011

Bündnis gegen Stuttgart 21 will weiter mitmischen

Gegner gestehen Niederlage ein und geben sich versöhnlich

Ulm Das regionale Aktionsbündnis „Ja zum Ausstieg aus Stuttgart 21“ respektiert das Ergebnis der Volksabstimmung. Trotz der Enttäuschung über den Ausgang ist das Bündnis laut Sprecher Werner Korn erfreut über die gute Wahlbeteiligung von 48,3 Prozent. Nichts geändert habe sich an der grundsätzlichen Einschätzung der Aktiven des Bündnisses, dass „Stuttgart 21“ verkehrlich falsch ist und erhebliche fachliche wie finanzielle Risiken mit sich bringt. Das Bündnis werde die Entwicklung um das Milliardenprojekt und die im Schlichterspruch zugesagten Verbesserungen weiterhin kritisch begleiten. Es begrüße den einstimmigen Beschluss der Landesregierung, keine den vereinbarten Finanzierungsrahmen von 4,5 Milliarden Euro überschreitenden Kosten übernehmen zu wollen.

Die Mitglieder des Bündnisses würden darüber hinaus die im Vorfeld der Volksabstimmung thematisierten Verbesserungen des öffentlichen Verkehrs in der Region im Blick behalten. „Vor der Volksabstimmung wurde von vielen Verantwortlichen versprochen, dass die Elektrifizierung und der Ausbau der Südbahn, die Schaffung eines regionalen S-Bahn-Systems und der Ausbau der Straßenbahn in Ulm nicht unter ‚Stuttgart 21’ leiden würden“, so Werner Korn. „Wir werden die Beteiligten beim Wort nehmen und mindestens den gleichen Einsatz wie für den Stuttgarter Tiefbahnhof fordern.“

Der Sprecher des Bündnisses hofft, dass die zum Teil heftigen Verwerfungen zwischen Befürwortern und Gegnern des Tiefbahnhofes der Vergangenheit angehören. Korn: „Beide Seiten sollten sich bemühen, entstandene Gräben zuzuschütten und zu einem sachlichen, fairen und menschlichen Umgang und einer modernen Streitkultur zurückzukehren.“ (az)

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