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Weißenhorn

28.03.2019

Bürger in Bubenhausen klagen über klatschnasse Keller

Wenn dicke Regenwolken über Bubenhausen aufziehen, heißt das für die Bewohner meist nichts gutes – denn dann laufen viele Keller voll.
Bild: Armin Weigel, dpa

Neue Abwasserrohre lösen bei einer Infoveranstaltung zur Sanierung der Ortsdurchfahrt in Bubenhausen Diskussionen aus.

Wenn der Regen kommt, herrscht in Bubenhausen Alarmzustand. Strohballen werden in die Hofeinfahrt gekarrt und Kellerfenster fest verriegelt. Denn bei großen Niederschlagsmengen laufen regelmäßig die Keller vieler Bewohner voll. Das jedenfalls berichteten Bubenhauser bei einer Infoveranstaltung zur Sanierung der Ortsdurchfahrt. Weil sich die Anwohner im Vorfeld unzureichend über die Baustelle informiert fühlten, hatte die Weißenhorner Stadtverwaltung die Versammlung einberufen (Lesen Sie dazu auch: Bubenhauser wollen mehr über die Sanierung der Ortsdurchfahrt wissen)

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Bereits seit Montag wird an der Straße durch den Ortskern gewerkelt, die Umleitungsschilder stehen schon. Wenn alles rund läuft, ist die Straße Ende Oktober fertig. Im Zuge der Arbeiten werden auch Erdkabel und Glasfaser verlegt, sowie die städtischen Kanäle und Wasserleitungen erneuert – und eben dieser Umstand rief am Dienstagabend Diskussionen unter den knapp 80 Gästen im Gasthof Kast hervor. „Das Regenwasser läuft in einem großen Schwung vom Wald herunter ins Dorf – da sind wir machtlos und müssen zusehen, wie unsere Keller vollaufen“, klagte ein Bürger und erntete breite Zustimmung. „Bei mir geht das jetzt auch schon seit Jahren so – langsam hab ich die Schnauze voll“, rief ein anderer laut in den Saal. Weißenhorns Bürgermeister Wolfgang Fendt reagierte gelassen und sprach von einer „unbefriedigenden Situation“ – das Problem sei ihm bereits bekannt.

Bürgermeister Fendt beantwortet viele Fragen der Anlieger

Grund für den Ärger der Bürger sind unter anderem die neuen Kanäle, die die Stadt verlegen wird. Die geplanten Rohre können Fendt zufolge im Schnitt rund 35 Prozent mehr Wasser abführen – viel zu wenig, kritisieren viele Anwohner. „Das ist schon wieder am Limit. Wenn da noch ein paar Häuser mehr dazu kommen, sind die Rohre schon wieder viel zu klein“, sagte einer von ihnen. Fendt zeigte Verständnis, betonte aber, dass an den Plänen faktisch nichts mehr zu ändern sei. Als mögliche Alternative schlug er ein Auffangbecken unter dem Schützenheim vor – das müsse allerdings erst noch geprüft werden. Zudem wolle er sich die Situation bei jedem Betroffenen vor Ort gemeinsam mit Sachverständigen ansehen, um Lösungen auszuarbeiten. „Wir sind für jeden einzelnen von euch da, ein Anruf genügt und wir kommen vorbei“, versprach Weißenhorns Rathauschef und legte das Thema postwendend für die nächste Bürgerversammlung fest, um anschließend auf weitere Fragen abseits des Abwassers einzugehen.

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Zum Beispiel, ob wegen der Bauarbeiten Kosten auf die Anwohner zukommen. Fendts Antwort: Nein. Auch der Verkehr sei für Anlieger bis auf wenige Ausnahmen durchgängig frei. Der Bürgermeister sagte zudem, dass der Linien- und Schulbusverkehr über die Weberstraße umgeleitet wird. Des Weiteren könnten Anwohner bei Interesse die Stromleitungen vom Hausdach in die Erde legen lassen. Ein Mitarbeiter des Versorgers werde sich Anfang April bei den Bürgern melden. Klarheit schaffte der Rathauschef auch in Sachen Überquerungshilfe: Sowohl im Norden als auch im Süden ist eine geplant. Fendt empfahl den Bubenhausern zudem, die Chance auf einen Glasfaseranschluss zu nutzen, und sich bei weiteren Fragen bei der Stadtverwaltung zu melden.

Lesen Sie auch: Die Ortsdurchfahrt Bubenhausen wird bis Ende Oktober 2019 gesperrt

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