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Ulm

21.01.2019

Bürgerdienste: 18-Millionen-Euro-Neubau für alle Anliegen

18 Millionen Euro hat der Neubau der Bürgerdienste an der Ulmer Olgastraße gekostet. Auch ein Teil der historischen Stadtmauer hat einen Platz im Gebäude gefunden (Bild rechts oben).
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18 Millionen Euro hat der Neubau der Bürgerdienste an der Ulmer Olgastraße gekostet. Auch ein Teil der historischen Stadtmauer hat einen Platz im Gebäude gefunden (Bild rechts oben).
Bild: Andreas Brücken

Die Ulmer Bürgerdienste ziehen um. Der neue Sitz in der Olgastraße bringt viele Vorzüge – und Platz für eine Erinnerung an frühere Zeiten.

Bisher sind die Bürgerdienste der Stadt Ulm auf zehn Orte verteilt. Wer ein Anliegen hat, muss mal hierhin, mal dorthin. Ab Dienstag, 29. Januar, ist das anders. Stolze 18 Millionen Euro hat sich die Stadt das neue Gebäude in bester Lage kosten lassen, in dem Bürger Antworten auf fast alle Fragen und in fast allen Lebenslagen bekommen. Das Standesamt bleibt im Rathaus, die Kfz-Zulassungsstelle in der Schillerstraße, das Veterinäramt in der Steinbeisstraße und der Kundenservice der Stadtwerke in der Neuen Mitte. Auch die externen Dienstleistungszentren außerhalb der Stadtmitte bleiben erhalten. Die Standorte am Kornhausplatz sowie in der Sattlergasse und das Servicecenter Neue Mitte gibt die Stadt dagegen auf.

Auf neun Stockwerken ist die Verwaltung in dem rund 25 Meter hohen Neubau in der Olgastraße 66 verteilt, zwei davon sind unterirdisch. Die Sachgebiete sind nach Besucherinteresse sortiert: Unten befindet sich das Melde- und Ausweiswesen, mehrere Treppen weiter oben das Wahlamt. An verschiedenen Stellen im Haus gibt es Wartebereiche mit Spielsachen und Heißgetränken für 55 Cent. Die Wartebereiche sind mit Wänden von den Schaltern abgetrennt. Dadurch sollen Mitarbeiter wie Besucher mehr Ruhe haben. Monitore zeigen an, wer wann wo an der Reihe ist und gleich am Eingang gibt es am Empfang eine erste Orientierungshilfe.

Ulm: Neubau für die Bürgerdienste in der Olgastraße

150000 Besuche im Jahr zählen die Bürgerdienste. Die meisten werden ab 29. Januar in der Olgastraße erfolgen. Dort beziehen 120 Mitarbeiter ihre Büros. Auch Besprechungs- und Sozialräume sowie Umkleiden für die Außendienstmitarbeiter sind eingerichtet worden. Auf dem Dach stehen Bienenstöcke – nach dem Stadthaus ist der Verwaltungsbau das zweite städtische Gebäude, auf dem geimkert wird.

Im Eingangsbereich erinnert ein Teil der alten Stadtmauer an die archäologischen Funde, die während der Arbeiten gemacht wurden. Die Ausgrabungen verzögerten den Bau. Auch die benachbarten Großprojekte Tiefgarage am Bahnhof, Sedelhöfe und Linie 2 waren immer wichtiger als das mit 18 Millionen Euro Investitionssumme ebenfalls kostspielige Verwaltungsgebäude. Trotzdem war das neue Haus der Bürgerdienste innerhalb von ziemlich genau zwei Jahren fertig, nur der Platz zwischen dem Neubau und dem benachbarten Haus der Handwerkskammer muss noch gestaltet werden. Architekt Volker Eisele vom Stuttgarter Büro Bez + Kock lobte bei der Einweihung die schnelle Arbeit, das Bauprojekt an sich – und den Mut des Gemeinderats: „Wir würden uns so etwas auch in unserer eigenen Stadt wünschen“, sagte er. Roland Häußler, Leiter der Bürgerdienste, machte deutlich, warum er den Neubau für richtig hält: „Manche der alten Gebäude sind sanierungsbedürftig, verschachtelt und unübersichtlich, es herrscht Raumnot.“ Der neue Sitz ist nicht nur für die Mitarbeiter angenehmer, sondern auch mit Bus, Bahn und Tram bestens erreichbar. Durch die Tiefgarage entstehen zudem mehr als 500 Stellplätze.

Die Öffnungszeiten werden deutlich ausgeweitet: Das Haus öffnet um acht Uhr – eine Stunde früher als bisher. Fundbüro sowie Melde- und Ausweiswesen können Bürger auch am Samstagvormittag aufsuchen.

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