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Ulm

30.01.2019

Bundeswehr: Das Ulmer Kommando ist gut in Schuss

Generalleutnant Jürgen Knappe ist Befehlshaber des Ulmer Kommandos.
Bild: Alexander Kaya

Die Probleme der Bundeswehr spielen in Ulm keine große Rolle, sagt General Jürgen Knappe. Seine Rede im Kornhaus steht an. Dabei will er einen neuen Schwerpunkt setzen.

Während bei der Bundeswehr vieles im Argen ist, läuft am Standort Ulm alles rund. So fällt das Resümee von Generalleutnant Jürgen Knappe aus. Der Befehlshaber des Ulmer Kommandos sagte am Dienstag: „Ulm hat militärisch eine starke Zukunft.“ Personell und materiell sei sein Kommando gut aufgestellt. Zudem sei den Soldaten deutlicher Ballast abgefallen durch die Entscheidung, dass die Wilhelmsburg-Kaserne zu einem Nato-Hauptquartier wird. Diese Entwicklung bedeutet aus Knappes Sicht: „Ulm und das Kommando sind miteinander fest verbunden.“ Der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels hatte in seinem am Dienstag veröffentlichten Bericht zur Lage der Bundeswehr unter anderem schwere Ausrüstungsmängel kritisiert.

Neues Nato-Kommando kommt nach Ulm

Dass es in Ulm anders aussehe, liegt Knappe zufolge an der überschaubaren Größe der beiden Kommandos in der Wilhelmsburg-Kaserne. Dort sind derzeit rund 670 Soldaten stationiert. Was auch eine Rolle spielen dürfte: Ulm wächst als militärischer Standort – und ist wichtiger geworden. Zusätzlich zum Multinationalen Kommando Operative Führung wird dort ein Nato-Hauptquartier aufgebaut. Wie berichtet, wird das neue Kommando JSEC von Ulm aus als eine Art militärisches Reisebüro fungieren. Dieses Nato-Kommando für Folgekräfte soll Truppen ausbilden, ausrüsten und schützen sowie deren Transport organisieren und koordinieren. Das neue Nato-Hauptquartier soll am 1. April offiziell in Dienst gestellt werden. 160 Soldaten, je zur Hälfte aus Deutschland und aus den Nato-Partnerstaaten, sollen dort Dienst tun. Im Krisenfall soll das JSEC erweitert werden können.

Die traditionelle Sicherheitspolitische Veranstaltung, die am Donnerstag im Kornhaus stattfindet, will Befehlshaber Knappe nutzen, um Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft Einblicke in das Kommando zu geben. Es gehe um die Entwicklung bisher, den aktuellen Stand und um weitere Schritte, sagte Knappe. Die Veranstaltung richtet sich an geladene Gäste. Anders als früher findet sie nicht tagsüber, sondern abends statt. Der General hofft, dadurch mehr Entscheidungsträger anlocken zu können. Knappe legt bei seinem Vortrag einen anderen Schwerpunkt als seine Vorgänger, die stets über die sicherheitspolitische Lage gesprochen hatten. „Ich bin kein Sicherheitspolitiker und will das auch gar nicht sein“, sagte Knappe.

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