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Burlafingen

09.10.2019

Burlafinger wünschen sich Bahn-Halt

Die Burlafinger wollen, dass bei ihnen die Bahn hält. Doch darauf macht OB Gerold Noerenberg bei der jüngsten Bürgerversammlung wenig Hoffnung.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg erklärt auf der Bürgerversammlung in Burlafingen, dass die Chancen gering sind.

Burlafingen Atommüll-Endlager, unerwünschte Verkehrsführungen und unschöne Außenanlagen der alten Grundschule sind Themen, die die Burlafinger umtreiben. Ihre Anliegen brachten sie am Montagabend in der der Bürgerversammlung in der Isel-Halle vor. Bei den meisten Fragen konnte die Neu-Ulmer Verwaltung positive Nachrichten verkünden.

Ein Bürger wies auf die Bemühungen der Gemeinde Elchingen hin, die Verbindungsstraße zwischen Thalfingen und Oberelchingen zu entlasten. Der Verkehr der Kreisstraße NU8 soll dafür vom Thalfinger Kreisverkehr in Richtung Burlafingen, über die Maybach- und Glockeraustraße bis zur Einmündung in die Staatsstraße 2021 führen. Der Mann fragte, wie es da nun weitergehe. Oberbürgermeister Gerold Noerenberg antwortete kurz und knapp: „Gar nicht.“ Die Gemeinde Elchingen sei nicht Eigentümer der Straßen und der Landkreis habe sich „sehr eindeutig geäußert“: Er hat dem Vorhaben eine klare Absage erteilt.

Eine Frau erkundigte sich, ob der veraltete Außenbereich der derzeitigen Grundschule in Burlafingen, die in den kommenden Jahren durch einen Neubau ersetzt wird, dennoch etwas schöner gemacht werden kann. Der zuständige Fachbereichsleiter Ralph Seiffert erklärte, dass zwar sicherlich keine großen Maßnahmen mehr ergriffen würden, aber: „An Kleinigkeiten soll es nicht scheitern.“

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Bürgerversammlung in Burlafingen: Bürger wollen eine Bahn-Haltestelle

Ein Bürger zeigte sich angesichts der Tatsache besorgt, dass auch die Stadt Neu-Ulm mit Hinblick auf einen möglichen Standort eines Atommüll-Endlagers untersucht werde und fragte, wie sich die Stadt dazu positioniere. Rathauschef Noerenberg beruhigte: Ganz deutschlandweit würden derzeit Untersuchungen gemacht, Neu-Ulm wurde in der Vergangenheit bereits unter die Lupe genommen. „Nach dem, was ich heute weiß, sehe ich die Gefahr, dass hier ein Endlager errichtet wird, als deutlich vernachlässigbar an.“ Eine weiteren Bürgerin, die sich erkundigte, ob Neu-Ulm wie bereits andere Städte auch Jodtabletten an die Bevölkerung verteile, um auf einen Kernkraft-Gau vorbereitet zu sein, wurde an das Landratsamt verwiesen. Dieses sei zuständig für den Katastrophenschutz.

Ein anderer Besucher erkundigte sich, wann Burlafingen endlich seinen eigenen Bahn-Halt bekomme. Hier verwies Noerenberg zunächst darauf, dass die Stadt für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ebenso wenig zuständig sei wie für den ÖPNV. Man habe aber bereits beantragt, Burlafingen als Halt in den sogenannten Verkehrswegeplan aufzunehmen – ohne Erfolg. „Nach Einschätzung von Sachverständigen stehen die Chancen, dass es in Burlafingen einen Bahnhalt gibt, nicht besonders gut“, so der Rathauschef. Vorrangig werde der Bund nun sowieso erst einmal die Schnellstrecke zwischen Ulm und Augsburg behandeln – erst danach komme das hiesige Projekt Regio-S-Bahn Donau Iller. Dennoch werde man sich weiter dafür einsetzen.

So geht es beim Neubau der Grundschule in Burlafingen weiter

Bei ihrem ausführlichen Sachstandsbericht gab die Verwaltung auch einen Abriss zum aktuellen Stand des Neubaus der Grundschule Burlafingen, für die mittlerweile ein Raumfunktionsplan erstellt wurde. Der Plan wird im kommenden Ausschuss für Bildung, Familie und Kultur besprochen. Dieser findet am Dienstag, 15. Oktober, ab 16.30 Uhr im Neu-Ulmer Rathaus statt.

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