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Landkreis Neu-Ulm

23.11.2019

CSU plant digitale Bürgerzentren für Stadt und Kreis

Digitale Begegnungs- und Bürgerzentren plant die Kreis-CSU in Neu-Ulm und Illertissen.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Die CSU im Landkreis Neu-Ulm arbeitet an ihrem Zukunftsprogramm 2030. Dazu gehören auch neue Begegnungs- und Bürgerzentren.

Auto an- oder abmelden, Reisepass beantragen, Termin für die Hochzeit ausmachen: Dienstleistungen von Stadt und Kreis sollen künftig an einem Ort angeboten werden. Zumindest in Neu-Ulm und Illertissen. Dort plant die Kreis-CSU neue digitale Begegnungs- und Bürgerzentren. Der Ausbau digitaler Angebote einerseits und persönliche Beratung andererseits sollen die Verwaltung möglichst einfach, menschlich und bürgernah machen.

Auf einem Zukunftsforum sollen die Eckpunkte beschlossen werden

Das ist eine Idee aus einem Arbeitspapier, das der CSU-Kreisvorsitzende Thorsten Freudenberger, die Neu-Ulmer OB-Kandidatin Katrin Albsteiger und Erich Winkler, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Kreistag, am Freitag vorgestellt haben. Überschrieben ist es mit „Landkreis Neu-Ulm 2030. Chancen und Perspektiven“. Dass die Christsozialen damit jetzt an die Öffentlichkeit gehen, kurz, nachdem bekannt wurde, dass Susanna Oberdorfer-Bögel als Landratskandidatin für die Freien Wähler ins Rennen geht, ist laut Freudenberger reiner Zufall. „Wir diskutieren darüber seit Wochen“, sagte der Kreis-CSU-Chef über das Papier. Dieses solle ein Diskussionsangebot an die Bürger sein. Im Dezember und Januar werde es drei bis vier öffentliche Zukunftswerkstätten geben, ergänzte Erich Winkler. Auf einem Forum Ende Januar solle dann das Zukunftsprogramm 2030 der Kreis-CSU beschlossen werden.

Katrin Albsteiger: Das Thema Mobilität bewegt die meisten Bürger

Seit Sommer herrsche Klarheit, sagte Thorsten Freudenberger – nachdem die Klinikreform auf den Weg gebracht und der Nuxit vom Tisch sei. „Ich freue mich darüber, dass wir jetzt wieder über Zukunft diskutieren können“, so der Landrat. Ein wichtiger Punkt in der Nuxit-Debatte war der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Hier werde es Verhandlungen zwischen Kreis und Stadt Neu-Ulm geben, damit Letztere die Aufgabenträgerschaft ab 2026 oder früher übernehmen kann. Das Thema Mobilität insgesamt steht für viele Bürger ganz weit oben auf der Agenda. Das hat Katrin Albsteiger auf allen zwölf Bürgerworkshops erfahren, die sie bislang organisiert hat: „Das ist das wichtigste Thema für die Bürger.“ Die CSU will viele verschiedene Mobilitätsformen fördern – Bus und Bahn ebenso wie Auto und Fahrrad, Roller, digitale Mitfahrbörsen und neue Antriebsformen. Der ÖPNV müsse attraktiver werden, vom Angebot her ebenso wie von der Qualität und vom Preis. Der Nahverkehrsverbund Ding prüfe derzeit verschiedene Tarifmodelle, sagte Thorsten Freudenberger. Er könne sich durchaus auch eine Mobilitätsflatrate wie in Augsburg vorstellen. Verbesserungen soll es schon bald geben: „Ich will 2020 ein attraktives Tarifmodell für das ganze Ding-Gebiet.“

Die Geriatrie in Illertissen soll ein Leuchtturm für die Region werden

Ein weiterer Eckpunkt ist der Klimaschutz. Hier will die CSU einen Zukunftsrat einrichten, in dem Verbände, Institutionen, und Experten miteinbezogen werden. Klimaneutralität der Verwaltung bis 2030 ist ein Ziel. Dazu sollen Einzelprojekte kommen wie „öffentlicher Gartenraum“, ökologische Gestaltung landkreiseigener Gebäude oder klimafreundliche Ernährung an Schulen oder Krankenhäusern. Im Bereich Gesundheit und Pflege sieht Erich Winkler die Geriatrie in Illertissen als Leuchtturm für die ganze Region. Vernetzung sei im Gesundheitsbereich essenziell. „Wir können nicht mehr alles überall anbieten.“ Am Standort Wiley für den Neubau des Lessinggymnasiums gibt es aus Sicht der Kreis-CSU nichts zu rütteln. „Wir werden da zu Beschlüssen kommen. Wenn’s nach mir geht, Anfang 2020“, kündigte Freudenberger an. Was den Kreis insgesamt angeht, schwebt ihm ein regionales Leitbild vor, das Antworten auf die Fragen gibt: „Wofür stehen wir? Wie definieren wir uns eigentlich?“

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