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26.03.2009

CSU will neues Veranstaltungsforum

Senden Das war ein bitterer Schlag für den Bürgermeister. Nicht nur, dass er der Beerdigung "seiner" Dreifachhalle beiwohnen musste - Kurt Baiker blieb auch nichts anderes übrig, als am Dienstagabend mit der CSU und für ein neues Veranstaltungsforum im Sendener Stadtpark zu stimmen. Hintergrund ist die Bewerbung für Mittel aus dem Konjunkturpaket. Diese sollen die Altlastensanierung mitfinanzieren helfen.

Zu Beginn der Sitzung stellte Bürgermeister Kurt Baiker seine Hallenvision nochmals vor, machte Rechnung und Gegenrechnung auf. Wenn der Dreifachkomplex in die ausgehobene Altlastengrube im Stadtpark kommt, ließen sich Millionen Euro sparen und man hätte drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Argumentationskette indes war nicht neu; neu war aber der folgende Antrag der CSU.

Walter Wörtz, Fraktionsvorsitzender der CSU im Stadtrat, stellte deutlich heraus, dass seine Partei keine Dreifachhalle wolle. Dafür aber ein neues "Veranstaltungsforum" mit Spiel- und Aktionsflächen für Kinder und Jugendliche, dazu Platz für Bühne und Konzerte.

Helmut Meisel, der Fraktionschef der Grünen, wollte sich von Baikers Zahlen "so nicht einfach überfahren" lassen; die Sitzungsvorlage - mutmaßte er - sei wohl erst zehn Minuten zuvor mit heißer Nadel gestrickt worden, sonst hätte sie ja in der Stadtratspost sein müssen.

CSU will neues Veranstaltungsforum

Walter Wörtz erklärte zu seinem Antrag, im Stadtpark sei nur eine Freizeiteinrichtung denkbar. Außerdem sei die Altlastensanierung nur förderungswürdig, wenn mit der Maßnahme eine "höherwertige Nutzung" verbunden sei.

Antje Esser ( SPD) pflichtete voll dem Bürgermeister bei. "Ein zweites Bürgerhaus ist nicht nötig", sagte die Fraktionsvorsitzende. Wenn nun aber gegen eine Dreifachhalle entschieden werde, "bekommen wir solch ein Projekt die nächsten 15 Jahre nicht mehr." "Ihre Begründung ist total aus der Luft gegriffen", konterte darauf Helmut Meisel.

Auch Manfred Frisch von den Freien Wählern stand ganz und gar auf der Seite Antje Essers und des Bürgermeisters. "An diesem Tisch haben wohl etliche Angst, dass uns der Zuschlag treffen könnte", sagte der CFW/FWG-Fraktionsführer und stellte den Antrag auf Realisierung der Dreifachhalle im Stadtpark.

Namentliche Abstimmung

Auf Antrag von Helmut Meisel fand die Abstimmung sodann namentlich statt. Für die Dreifachhalle waren die Freien Wähler, die SPD und der Bürgermeister, dagegen die CSU, BiSS und die Grünen. Für den Antrag der CSU (Veranstaltungsforum) plädierten CSU, BiSS und Grüne - ferner Freie Wähler samt Bürgermeister (sein bedauerndes Zitat: "Obwohl ich es für Unsinn halte, es geht um das Geld der Stadt"). Entschieden dagegen stimmten nur die SPD-Räte Esser, Schneider und Ullrich.

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