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Konzert

04.04.2017

Charme und Chanson

Die italienisch-deutsche Sängerin Olimpia brachte Temperament ins Café d’Art.
Bild: Michael Peter Bluhm

Sängerin Olimpia zeigt mit ihrer Band The Diners in Neu-Ulm verschiedene Facetten

Bei ihren italienischen Liedern wird man von Urlaubssehnsucht erfasst, wenn sie ihre deutschen Chansons auspackt, dann weht – nicht von ungefähr – eine Prise Sylter Meeresluft durch den Raum und mit englischer Rock-Pop-Action beweist sie ihr musikalisches Temperament: Die Sängerin und Komponistin Olimpia aus Geislingen kam mit ihrer Band The Diners ins Café d‘Art nach Neu-Ulm. Dort zeigte sie, dass sie immer noch zu den Großen der deutschen Musikszene gehört, auch wenn sie eine mehrjährige Mutterschaftspause gemacht hat.

Dass diese Frau schon einige Preise wie den ersten Deutschen Pop-Preis abgeräumt hat, wunderte im Café d’Art niemanden, der ihre Bühnenperformance und kraftvolle Stimme erlebte. Tiefgang im Text und überbordende Fantasie und Freude bei den Melodien ist das Markenzeichen von Olimpia mit Nachnamen Casà, die zwischen den Liedern mit unterhaltsamer Ironie aus ihrem Leben auf der Bühne erzählt.

Ihre deutschsprachigen Lieder sind kitschfrei melodiös und von berührender Traurigkeit. Doch auf der Bühne lässt es die Sängerin auch gerne mit ihrer Band krachen, die neben Gitarrist Timo Deininger mit dem Schlagzeuger und Percussionisten Martin Sauer und dem Bassisten Friedrich Kienle auf das Temperamentsbündel Olimpia – übrigens ihr echter Name – eingestimmt ist. Die Band zeigte ein vielfältiges Repertoire von Chanson über poppigen Cover-Songs bis hin zu orientalischem Sound. Eine besondere Note bekam die Musik durch den Auftritt des französisch-schweizerischen Geigers Georges-Emmanuel Schneider, der sonst vor allem Klassik und experimentelle Klänge spielt.

Mit Gitarrist und Produzent Timo Deininger, mit dem die Sängerin verheiratet ist, hat sie den Großteil ihrer Songs für ihr neues Album „Spielraum“ auf Sylt aufgenommen. Man kann sich glücklich schätzen, dass sie ihren Auftrittsradius derzeit familienbedingt ein wenig eingeschränkt hat. So wird man sie mit ihrer Band in diesem Jahr wohl mehrfach in der Region erleben können.

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