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Ulm

06.05.2013

Comedy direkt vom Erzeuger

Viola Lang machte sich im Theater in der Bastion Gedanken über Männer und Fußball.
Bild: Andreas Brücken

Im Bastionstheater hatte das Publikum viel zu lachen

Ulm Eigentlich sollte der Abend in den Gewölben des Bastionstheaters am Ulmer Kuhberg laut Moderator Niklas Mühlich ja eher witzlos werden. So ganz wollte das den sechs Komödianten auf der Bühne dann aber nicht gelingen. Die Veranstaltung „Direkt vom Erzeuger“ sorgte für beste Stimmung unter den Zuschauern – was diese durch viel Gelächter und tosenden Beifall deutlich erkennen ließen.

So stellte Joannis Vamvakas fest: Früher war alles besser, vor allem im Internet. Das musste er sich zu Modemzeiten zwar noch mit seiner Mutter teilen, aber damals habe wenigstens noch nicht jeder Zugang gehabt. Seine Mutter sei nämlich auch Fan des World Wide Web gewesen, schließlich hieße es auf dem Modem „56 K“. Woher hätte sie denn auch wissen sollen, dass K eben nicht für Karat steht?

Tobias Gaier erzählte von seiner Arbeit im Krankenhaus: Da ginge zurzeit bei den Operationen öfter mal das ein oder andere Körperteil verloren – kann ja vorkommen. Auch zu Hause müsse er sich manchmal über so Einiges wundern. Betrete er seine Wohnung und bekomme die Frage: „Bisch du scho da?“ gestellt, antworte er ab sofort immer mit: „Nein, nur mein Astralkörper, der Rest von mir ist noch auf dem Weg hierher.“

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Wenn Männer in der Parallelwelt verschwinden

Fußball hingegen lag Viola Lang am Herzen – mehr oder weniger. Sie wunderte sich darüber, dass Männer beim Fußballschauen immer in ihrer ganz persönlichen Parallelwelt verschwinden. Welche Spielregel für Lang außerdem komplett unverständlich ist: „Frauen finden es doch am besten, wenn die Männer für sie auf dem Platz das letzte Hemd ausziehen. Warum gibt’s denn dafür bitte ’ne Gelbe Karte?“ Mit Dialekt und Apfelstrudelteig in der Hand kam Christa Mayerhofer von ihrer Alb in Österreich zu Besuch. Die Zuschauer erfuhren spätestens durch sie von dem Ereignis am 22. September: „Abgesehen davon, dass da der Onkel Beppe Geburtstag hat, gibt’s da noch so eine Liste, wo man halt ein paar Kreuzerln hinmachen soll.“ Simon Weyh versuchte verzweifelt, seinen Optimismus loszuwerden. Dafür habe er auch schon eine Therapie inklusive Lach-Yoga in Kauf genommen. Nun sei er auf jeden Fall geheilt und begrüße jede Krise. Nur über eines machte sich Weyh ernsthafte Gedanken: „Was, wenn selbst der Pessimist sagt, es kam schlimmer als gedacht?“

Musik gab es an diesem Abend von Frank Bündgens. Der konnte aber nicht nur Gitarre spielen, sondern erzählte zum Schluss selbst noch einen Schwank aus seinem Leben – sehr anschaulich gab es für die Zuschauer die Kurzfassung seiner letzten Beziehung. (hele)

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