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Bilanz

01.04.2015

Commerzbank will in der Region weiter wachsen

Oliver Wenzler

Kreditinstitut hat neue Kunden und Marktanteile im Wettbewerb mit regionalen Banken im Visier

Ein „erstklassiges Jahr 2014“ hat die Commerzbank in der Geschäftsregion Ulm hinter sich. Sowohl im Privatkundengeschäft als auch im Firmenkundengeschäft, das bei der Commerzbank in der Mittelstandsbank gebündelt ist, erzielte das Kreditinstitut in der Region deutliche Zuwachsraten. So wurden im vergangenen Jahr 700 neue Privat- und Geschäftskunden gewonnen, die Baufinanzierungen wuchsen um mehr als 50 Prozent auf 80 Millionen Euro, und das Kreditvolumen bei den Firmenkunden nahm um 5,2 Prozent zu. Auch 2015 und 2016 will die Commerzbank weiter wachsen – auch im Wettbewerb mit den regionalen Genossenschaftsbanken und Sparkassen.

„Wir haben in einem stagnierenden Markt weitere Marktanteile von unseren regionalen Wettbewerbern dazu gewonnen“, berichtete Michael Fischer, verantwortlich für das Privatkundengeschäft der Commerzbank in der Region Ulm, bei der Jahrespressekonferenz. Die Bank betreut jetzt 57600 Privat- und Geschäftskunden in der Region zwischen Ulm, Bad Saulgau und dem Bodensee. Auch das Anlagevolumen nahm um 2,4 Prozent auf 816 Millionen Euro zu. Fischer führte das vor allem auf den kompletten Umbau des Privatkundengeschäfts zurück, in den die Commerzbank bundesweit mehr als eine Milliarde Euro investiert hat. Inzwischen verdiene die Bank wieder Geld im Privatgeschäft, sagte Fischer.

Das Firmenkundengeschäft ist bei der Commerzbank in der Mittelstandsbank gebündelt, die von Ulm aus 365 mittelständische Kunden in der Münsterstadt selber sowie in den Landkreisen Neu-Ulm, Alb-Donau, Biberach und Ravensburg betreut. Laut Oliver Wenzler, Leiter der Regionalfiliale Ulm der Mittelstandsbank, konnte man das Kreditvolumen im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent und die Erträge um 15 Prozent steigern. Einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sieht Wenzler gegenüber den regionalen Kreditinstituten in der weltweiten Präsenz der Commerzbank: „Unsere Wettbewerber haben nicht die Schlagkraft wie wir sie mit unserer internationalen Aufstellung haben.“ Für 2015 ist Wenzler nicht mehr ganz so optimistisch: „Wir beobachten bei unseren Kunden eine gewisse Investitionszurückhaltung. Viele mittelständische Unternehmen haben keinen großen Finanzierungsbedarf mehr.“ Chancen gebe es aber bei den exportorientierten Firmen, „deren Auftragsbücher sind immer noch voll.“ Die Commerzbank beschäftigt in der Region 106 Mitarbeiter, davon 16 in der Mittelstandsbank. Die Privatbank betreibt acht Standorte, zwei in Ulm und jeweils eine Filiale in Biberach, Bad Saulgau, Isny, Ravensburg, Friedrichshafen und Lindau. (obe)

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