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Corona-Krise: Starker Anstieg der Arbeitslosenzahlen befürchtet
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Ulm

18.03.2020

Coronavirus: Versammlungen und Veranstaltungen bis Juni verboten

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt. Deshalb wird das öffentliche Leben auch in Ulm deutlich eingeschränkt.
Bild: Alexander Kaya

Die Corona-Krise führt zu immer stärkeren Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Auch in Ulm wurden die Maßnahmen verschärft.

Mit der neuen Verordnung des Landes Baden-Württemberg, die seit Mittwoch gilt, wurden die Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weiter verschärft. Das teilte die Stadt Ulm mit.

Dazu gehört neben der Schließung von Einrichtungen und Geschäften auch ein Verbot von Versammlungen. Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, sowie Schulen sollen bis zum 19. April geschlossen bleiben, Versammlungen und Veranstaltungen bleiben sogar bis zum 15. Juni untersagt.

Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch: "Es gibt derzeit keine Alternative"

„Das ist ein staatlicher Eingriff in das öffentliche und private Leben, wie es ihn in der Bundesrepublik noch nie gegeben hat“, sagte Oberbürgermeister Gunter Czisch. „Aber es gibt derzeit keine Alternative.“ Zwar sei die Zahl der Infizierten in Ulm und im Alb-Donau-Kreis noch weit weniger dramatisch als in vielen anderen Teilen des Landes, aber auch hier zeichne sich ein rascher Anstieg ab. Bund und Länder hätten daher ihre Strategie geändert. Oberstes Ziel sei es nun, das öffentliche Leben einzuschränken, um so dem Gesundheitssystem Zeit zu verschaffen, sich auf die Behandlung einer großen Zahl von schwer erkrankten Personen einzustellen.

Coronavirus: Versammlungen und Veranstaltungen bis Juni verboten

Czisch appellierte an alle Bürger: „Was wir in dieser Extremsituation brauchen, ist eigentlich eine Ulmer Tugend, die heißt: besonnen, verantwortungsvoll und vernünftig zu handeln.“

So viele Fälle gibt es derzeit in Ulm, im Kreis Neu-Ulm und im Alb-Donau-Kreis

In Ulm gibt es nach Angaben des Ministeriums bislang 19 bestätigte Corona-Fälle, im Alb-Donau-Kreis 24. Im Landkreis Neu-Ulm waren es bis Mittwoch 18 Fälle. Das sind zwei mehr als am Tag davor. Eine Person befindet sich laut Landratsamt Neu-Ulm in stationärer Behandlung. Keiner der Neu-Ulmer Corona-Patienten liegt momentan auf der Intensivstation. Etwa 200 Menschen sind in häuslicher Quarantäne. Wie berichtet, forderte die Epidemie bislang ein Todesopfer im Landkreis.

Anfang der Woche hat Ministerpräsident Markus Söder für ganz Bayern den Katastrophenfall ausgerufen. Am Donnerstag um 9 Uhr will Söder eine Regierungserklärung zur Corona-Krise abgeben.

Über alle Entwicklungen rund um das Coronavirus informieren wir Sie in unserem Live-Blog.

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