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Neu-Ulm

09.02.2015

Da hat Frau gut lachen

Blumen und Tiermotive liegen 2015 bei der Frauenmode im Trend – das zeigte sich bei der Messe „Weiblich“ im Edwin-Scharff-Haus.
Bild: Florian Ankner

Bei „Weiblich“ im Edwin-Scharff-Haus gibt es viel zu entdecken – von Schönheits-Tipps über Esoterik bis Erotik

Unifarbene Kreationen schlagen Oberteile mit Aufdrucken – das ist zumindest das Modefazit der Frauenmesse „Weiblich“ im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm. Geht es nach den Bekleidungsausstellern, ist das der Trend für das Jahr 2015. Wenn Muster, dann gerne Blumen oder Tiermotive, zum Beispiel Vögel. Und: Die Röcke werden wieder länger. Das gefällt nicht allen – zumindest für Besucherin Alexandra Schmied aus Ulm ist das eine ungewöhnliche Vorstellung. „Im Prinzip ist das genau das Gegenteil von dem, was bis jetzt im Trend lag.“

Neues entdecken – das war auch das Ziel von Veranstalter Manfred Weise von der Schwäbischen Messegesellschaft. Daher habe sich das Konzept der Frauenmesse im Gegensatz zu den vergangenen Jahren geändert. Weg von einer reinen Informationsveranstaltung hin zu einem „Ort zum Erlebens“, wie Weise sagt. So gab es etwa weniger Rechtsanwälte, die über Scheidungen berieten. Dafür mehr im Bereich Fashion und Fitness.

„Die Frauen sollen einen netten Tag verbringen, mit einem Gläschen Sekt und viel Spaß“ – dieser Wunsch wurde Messeleiter Weise erfüllt. In den engen Gängen im Scharff-Haus drängten sich zahlreiche Besucherinnen und amüsierten sich augenscheinlich bestens. Vor allem bei dem Stand zu den sogenannten „Pepper Partys“ wurden selbst Frauen im besten Alter wieder zu kichernden Jugendlichen. Denn der informierte über Liebesspielzeug und Verkaufspartys, ähnlich jener von Plastikgeschirr. Trotz des intimen Angebots war es für Susanne Fetscher aus Ulm kein Problem, sich darüber zu informieren. „Ich bin mit meinen besten Freundinnen da, da stört mich das nicht.“ Anders wäre es für die 39-Jährige, wenn ihr Mann die Messe mit ihr besucht hätte. „Ihm wäre das sicher peinlich gewesen.“

Die Herren waren denn auch Mangelware auf der Frauenmesse „Weiblich“. Ein Umstand, den Organisator Manfred Weise nicht als hinderlich betrachtete – ganz im Gegenteil. So konnten sich die Frauen „ganz ungezwungen umschauen“. Zu sehen gab es im Scharff-Haus jede Menge, 70 Händler und Dienstleister zeigten ihre Angebote – von Wahrsagern über Handlesern bis zu Wasserfiltern und Schmuck. Ein Schwerpunkt der Messe lag auf Hochzeiten und Brautmode. So konnten sich die Besucherinnen wie auf einer Hochzeitsmesse fühlen.

Manche Trends bergen dabei mitunter Gefahrenpotenzial, etwa im Bereich Fitness. Hier verfolgten viele Frauen ein falsches Idealbild, sagt Desiree Hatzichristou von einem Blausteiner Fitness-Studio. Der Trend gehe zu „Size Zero“, dem absoluten Abmagern. Dabei wüssten viele nicht, wie riskant und schädlich dieser Magerwahn sei, so Hatzichristou. Und fügt hinzu: „Frauen sollten nicht klapperdürr sein, viel lieber sportlich und fit, das ist auch das, was Männer schöner finden.“

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