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Landkreis

21.07.2014

Das „Bähnle“ im Halbstundentakt

Der „Weißenhorner“ soll in Stoßzeiten alle halbe Stunde fahren – das ist ein Ziel des Regionalverbands Donau-Iller. Derzeit gibt es einen Stundentakt.
Bild: Alexander Kaya

Ein engmaschiges S-bahn-Netz: Der Regionalverband Donau-Iller hat ehrgeizige Ziele

Landkreis In Zügen und Bussen sollen die Bürger der Region nahezu jeden Ort erreichen können, wenn möglich im Halbstundentakt: Dieses Ziel verfolgt der Regionalverband Donau-Iller mit seiner Idee vom Regio-S-Bahn-Netz. Mit der Wiederbelebung der Bahnstrecke zwischen Weißenhorn und Senden sei ein erster Schritt getan worden, sagt Verbandsgeschäftsführer Markus Riethe. „Das hat Vorbildcharakter für viele ähnliche Projekte in Bayern.“

In einer Sitzung des Neu-Ulmer Kreistags informierte er über den geplanten Ausbau. Außerdem ging es um Windkraft und Handel. Hier ein Überblick.

Verkehr: Ein engmaschiges Netz aus öffentlichen Verkehrsmitteln und der wirtschaftliche Erfolg einer Region hängen eng zusammen – da ist sich Riethe sicher. „Wir müssen uns gut aufstellen.“ Da Neu-Ulm und Ulm am Rande ihrer Bundesländer lägen, sei der Regionalverband gefordert. Dieser hat ehrgeizige Ziele: So soll das „Bähnle“ (offiziell: Der Weißenhorner) zwischen Weißenhorn und Senden zumindest in der Hauptverkehrszeit im Halbstundentakt fahren, statt wie bisher stündlich. Jede Stunde soll ein Regionalzug zwischen Ulm und Memmingen verkehren. Ein weiterer Wunsch: Von Illertissen aus müsse alle 20 Minuten ein Zug nach Ulm fahren, alle halbe Stunde in Richtung Memmingen.

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In das S-Bahn-Netz müsse die Region rund 80 Millionen Euro investieren, laut Riethe eine „bezahlbare Summe“. Das werde sich lohnen, denn der Kosten-Nutzen Faktor des Verkehrsprojekts sei „hervorragend“. Geht es nach Riethe müssten die Bahnstrecken außerdem elektrifiziert werden. Seine Vision: Ein Zusammenschluss der Illertalbahn mit der Brenztalbahn nach Aalen. Von dort könnten Reisende dann weiter nach Nürnberg und Berlin fahren. Riethe: „Es wäre die schnellste Strecke in Richtung Hauptstadt.“ Dazu meldete sich Karl Heinz Brunner (SPD) zu Wort: Die Elektrifizierung werde sich als schwierig erweisen, sagte er. Das Verlegen neuer Stromtrassen führe schnell zu Konflikten.

Windkraft: Wo könnten in der Region Windräder stehen, wo nicht? Der Regionalverband hat sein Gebiet genauestens geprüft, das Ergebnis: Im Landkreis Neu-Ulm wurden mehrere Flächen ausgemacht. Die Liste: Ein 60 Hektar großes Areal befindet sich bei Pfaffenhofen, ein 35 Hektar großes bei Meßhofen (drei bis vier Anlagen) und ein 175 Hektar großes im Roggenburger Wald (acht bis 14). Im Süden kommt bei Kellmünz ein 385 Hektar großes Gebiet hinzu, auf dem (theoretisch) 15 bis 28 Windräder möglich sind. Und im Oberrother Wald befindet sich ein 190 Hektar großes Gelände. Ob alle gebaut werden, sei angesichts der großen Anzahl fraglich. „Wir müssen überlegen, ob das nicht zu massiv ist“, so Riethe. Die Windräder müssten nach aktuellem Stand das Zehnfache ihrer Höhe als Mindestabstand zu Siedlungen einhalten.

Handel: Der Regionalverband hat ein Konzept erarbeitet, das Orten bei der Ansiedlung von Gewerbe helfen will. Es zeige die „Obergrenzen des Vertretbaren“, so Riethe. Fachmärkte sollten nicht mehr „auf der grünen Wiese“ entstehen.

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