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Diepertshofen

11.06.2018

Das „Brett im Schtoi“ sagt Ade

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Blumen als Dank: „Brett im Schtoi“-Vorsitzender Norbert Riggenmann mit der langjährigen Gastgeberin Hilde Mack.
Bild: Roland Furthmair

Beim letzten Kleinkunstabend im „Schtall“ gibt es emotionale Worte von der Gastgeberin und vom Vereinschef. Doch dank der Duos „A(lb) Traumpaar“ kommt der Humor nicht zu kurz.

Das letzte Wort beim finalen „Brett im Schtoi“-Abend im mit 130 Besuchern voll besetzten „Schtall“ hatte natürlich Gastgeberin Hildegard Mack: „Ich möchte keine alten Klischees bedienen, aber am Ende dieses fröhlichen Abends kommt auch Wehmut bei mir auf.“ Es seien wunderbare zehn Jahre gewesen, die viel zu schnell vergangen seien und in die ihre Familie viel Herzblut gesteckt habe. „Schöne Begegnungen mit vielen Menschen, Anekdoten und fröhliche Besucher werden in Erinnerung bleiben“, so die Gastgeberin, die den Anwesenden noch eine persönliche Bitte ans Herz legte: „Bleibt dem ‚Brett im Schtoi‘ treu – auch an neuer Wirkungsstätte in Attenhofen.“

Die Pfaffenhofer Kleinkunstinitiative zieht mit dem Großteil ihrer Veranstaltungen zur neuen Spielzeit in den „Hirsch“ nach Attenhofen um. Die Trennung erfolgte einvernehmlich: Die Macks hatten ihren Betrieb an den Sohn übergeben, zudem stehen dort in den kommenden Jahren voraussichtlich größere Renovierungen an. Und das ehrenamtliche Team vom „BiS“ hatte auch Lust auf etwas Neues. Vorsitzender Norbert Riggenmann richtete entsprechend ein riesengroßes Dankeschön an Hilde und Josef Mack für ein Jahrzehnt freundschaftliches Verhältnis im stets liebevoll gestalteten Musentempel. Dieser sei für den Verein zur Heimat geworden und habe als Anziehungspunkt zum Erfolg beigetragen. Riggenmann überreichte den Gastgebern Blumen und Köstlichkeiten. „Das war noch nicht alles, eine Ehrenmitgliedschaft ist euch sicher.“

Die Allgäuer haben für jedes Problem eine Lösung

Aber natürlich waren die Besucher nicht nur zum Abschiednehmen gekommen, sondern auch, um gut unterhalten zu werden. Und dafür hatte „s’Brett im Schtoi“ das Ostallgäuer Kabarett-Duo „A(lb) Traumpaar“ alias Sigrid Kraus und Walter Sirch eingeladen, vor wenigen Wochen noch mit dem „Bayerischen Dialektpreis 2018“ ausgezeichnet. Wie die beiden in zweieinhalb Stunden vor keinem Thema haltmachten, auch für die heikelsten Alltagsprobleme stets eine Lösung aus Sicht des kleinen Mannes parat hatten und alles in tiefstem Allgäuer Dialekt in altbewährter Manier meisterten, begeisterte das Publikum ohne Durchhänger. „Des isch ja fast wie bei uns dohoim“, stupste eine Besucherin ihre Sitznachbarin an – und bekam schmunzelnd Zustimmung.

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Da vergisst ein autoritärer Fußballtrainer in der Halbzeit, seinen talentierten – aber einfach gestrickten – Spielern einzuprägen, dass fortan das gegnerische Tor auf der anderen Seite zu finden ist. Oder es reicht bei einer Kaffeefahrt zwar nicht mehr zum versprochenen Besuch der Insel Mainau, aber immerhin zum Erwerb zweier „Pharmagast-Matratzen“, die angeblich Erdstrahlen und Wasseradern umleiten, „um das höchste Gut auf Erden, nicht das Geld, sondern die Gesundheit, zu vermehren“.

Weitere Themen wie „Selbstsicheres Auftreten nach einem Vhs-Kurs“, der Besuch beim Tierarzt, der Mädels-Skikurs oder die sonntägliche Familienidylle, die das Duo dem Telefonpartner aus eigener Sichtweise schildert, kamen ebenso an wie die Zugabe vom vergessenen Hochzeitstag. Ach ja, zwischendurch wurde noch musiziert und gemeinsam gesungen: große Unterhaltung im kleinen Rahmen.

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