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Holzheim

28.06.2017

Das Dach der Schulsporthalle wird stabilisiert

Die Dachkonstruktion der Schulsporthalle soll in den Sommerferien stabilisiert werden. Zudem tauschen Arbeiter die Scheiben der Oberlichter aus.
Bild: Willi Baur

In den Sommerferien machen sich Arbeiter an der Holzheimer Schulsporthalle ans Werk. So wollen sie die Mängel beheben.

Das Dach der Schulsporthalle soll in den Sommerferien in zwei Schritten saniert werden: Zunächst ist ein Austausch der Oberlichtverglasung vorgesehen, in den beiden letzten Ferienwochen soll die Dachkonstruktion stabilisiert werden. Beide Maßnahmen hat der Gemeinderat am Montag einstimmig beschlossen und die jeweiligen Aufträge vergeben.

Der Auftrag über die Glaserarbeiten ging an ein Unternehmen aus Ulm, das mit rund 50300 Euro das günstigere von zwei Angeboten abgegeben hatte. Mit den Zimmererarbeiten hat das Gremium ein Neuburger Unternehmen zum Angebotspreis von rund 24 300 Euro beauftragt. „Hier müssen wir froh sein, dass wir überhaupt Angebote erhalten haben“, sagte der Krumbacher Ingenieur Walter Neubert, dem die Gemeinde die statische Berechnung, die Planung und Ausschreibung sowie die Bauleitung übertragen hatte. Immerhin acht Firmen sind Neubert zufolge um Angebote gebeten worden, gerade einmal drei haben reagiert. Den Experten überrascht das kaum: „Die aktuelle Auftragslage im Baugewerbe ist schlichtweg zu gut.“

Gleichwohl haben beide jetzt beauftragten Firmen eine termingerechte Ausführung zugesagt, wie Bürgermeisterin Ursula Brauchle mitteilte. Für sie ein durchaus wichtiger Aspekt: „In den Ferien gibt es keinen Schulsport und die Halle ist auch nicht an Vereine vermietet.“

Neubert hatte eingangs dem Gemeinderat die Ausgangslage und die vorgesehenen Maßnahmen erläutert. Demnach sind die aufgetretenen Statik-Probleme bei der Dachkonstruktion nicht ungewöhnlich. Schließlich würden Leimbinder erst seit etwa 70 Jahren eingesetzt und seither gebe es immer wieder neue Erkenntnisse. „Und dabei sind Krümmungen ein besonderes Thema“, sagte Neubert. Aber die festgestellten Mängel könnten sachgerecht behoben werden: Fehlleimungen in den Bindern mittels Epoxidharz, Verschiebungen der Holzschichten durch Schrauben oder Bolzen. Der Druck auf die Verankerungen, problematisch insbesondere bei größeren Schneemengen, könne durch Dübel kompensiert werden.

Auch bezogen auf die Oberlichter gaben die Bürgermeisterin und der Experte eine gewisse Entwarnung: Eine Untersuchung habe ergeben, dass ein kompletter Austausch einzelner Einheiten nicht erforderlich sei. Nur die 88 oberen Glasscheiben, in den 30 Jahren seit der Inbetriebnahme der Halle „blind“ geworden, müssten ausgetauscht werden. An den Einsatz von Wärmeschutzglas denkt der Fachmann dabei nicht. „Das macht nur Sinn bei einer kompletten Wärmedämmung des Daches.“ Und die zeichne sich für die nächsten Jahrzehnte nicht ab.

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