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Neu-Ulm

27.02.2020

Das Donaufest 2020 verspricht "Donauvielfalt in allen Farben"

Die Gruppe HRDZA aus der Slowakei ist eine Größe in der Folklore-Szene ihrer Heimat. Beim Donaufest in Ulm gibt sie eine Kostprobe ihrer Klangkultur.
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Die Gruppe HRDZA aus der Slowakei ist eine Größe in der Folklore-Szene ihrer Heimat. Beim Donaufest in Ulm gibt sie eine Kostprobe ihrer Klangkultur.
Bild: Ina Aydogan

Das Donaufest 2020 in Ulm und Neu-Ulm will zeigen, wie ein Fluss Menschen und Länder verbindet – mit Musik und vielen Begegnungen.

Der Sommer in Ulm und Neu-Ulm verspricht bunt zu werden – zumindest wenn man Sebastian Rihms Prognose vertraut: „ Donauvielfalt in allen Farben“, das kündigt der Festivalleiter für das große Donaufest 2020 an. Es ist ein Mammutprojekt: 150 Einzelveranstaltungen finden in zehn Tagen statt und wenn es so gut läuft wie bei der jüngsten Ausgabe im Jahr 2018, werden mehr als 360000 Menschen das Kultur-, Musik- und Jugend-Festival besuchen. Aus allen Himmelsrichtungen können sie kommen – aber vor allem drehen sich die Workshops, Camps und Konzerte wieder um Länder und Menschen, die die Donau verbindet – von Ulm bis zum Schwarzen Meer. „Der Begegnungscharakter steht im Mittelpunkt“, sagt Rihm , der seit 2016 mit dabei ist, bei dem Fest, das alle zwei Jahre in Ulm stattfindet. „Wir wollen hier Menschen zusammenbringen. Das geht mit guter Musik und einem Glas Wein, aber auch mit ganz speziellen Formaten.“

Ein besonderes Licht wirft das 12. Donaufest diesmal auf die Republik Moldau. Die politischen Nerven zwischen Ost-, Mittel- und Südeuropa liegen zwar hier und da blank. So ein Ereignis wie das Donaufest will aber gerade auch deshalb für den europäischen Gedanken werben und Lust auf mehr machen: Mehr Vernetzung, mehr Austausch, vom Schüler- bis zum Großprojekt, mehr Europa. „Es tut gut, wenn man dieses Gefühl erlebbar macht“, sagt Rihm. „Hier wird es konkret und greifbar, dass uns mehr verbindet als trennt. Es heißt: Der Rhein ist der Fluss der europäischen Einheit, die Donau ist der Fluss der europäischen Erweiterung.“ Es sei wichtig, sich für Länder in Südosteuropa zu interessieren – nicht nur, weil das in dieser Zeit besonders nötig sei, sondern weil sich die Neugier auf andere Kulturen immer lohne. Am 3. Juli wird das Donaufest eröffnet, Schirmherren sind die Ministerpräsidenten der Länder Bayern und Baden-Württemberg , Markus Söder und Winfried Kretschmann

Es ist eine Tradition des Fests: Etwa 80 junge Menschen aus Donauländern werden an einem Jugendcamp in Ulm teilnehmen. „Es geht darum, sich kennenzulernen, Vorurteile abzubauen“, sagt Rihm. In Seminaren und Workshops wird Wissen über den Donauraum, die Vielfältigkeit der Donau und der Menschen, die der Fluss berührt, vermittelt.

Das Donaufest 2020 verspricht "Donauvielfalt in allen Farben"

Treffen der Uni-Chöre 2020 treffen sich Universitätschöre aus Bulgarien , der Republik Moldau und Deutschland sowie ein speziell für dieses Ereignis zusammengestelltes Orchester, die das Ergebnis ihrer Arbeit am 10. Juli in einem großen Chorkonzert in der Ulmer Pauluskirche präsentieren.

Musikwettbewerb Es geht um Verständigung und Begegnung, Harmonie – aber ein wenig Wettbewerb darf sein: Zehn der renommiertesten Musikhochschulen der Donaustädte schicken je zwei Teilnehmer für den Wettbewerb ins Rennen. Die Kategorie diesmal: Cello. Eine internationale Jury entscheidet über die Vergabe der mit bis zu 3000 Euro dotierten Preise. Der Wettbewerb ist öffentlich und findet am 6. und 7. Juli in der Musikschule Ulm statt.

Donausalon Der Donausalon als Schaufenster der Pop-Kultur entlang der Donau wird ein breites Spektrum an musikalischer Vielfalt präsentieren. Eine Premiere ist die Wiener Melange (8. Juli), die erstmals neben Rap auch Poetry in den Donausalon bringt. Vier Wortkünstler und Musiker aus der österreichischen Metropole unterhalten mit Spoken Word, Rap und Wiener Chanson. Bei der IDF-Factory (9. Juli) treffen erstmals zwei hochkarätige Jazz-Formationen aus Belgrad und Wien aufeinander: Bullet for a Badman und Sketches On Duality.

Bühne Neu-Ulm Mit Folklore, Jazz und Weltmusik wird die Bühne Neu-Ulm bespielt. An zehn Tagen werden hier Künstler aus allen zehn Donauanrainerstaaten auftreten. Den Auftakt macht am 3. Juli die Wiener Tschussenkapelle, seit 27 Jahren musikalische Botschafter zwischen den Kulturen, mit Musik aus den Balkanländern. Mit HRDZA kommt ein Weltmusik-Top-Act aus der Slowakei nach Ulm (4. Juli). HRDZA hat sich seit der Gründung 1999 einen festen Namen in der slowakischen Folk-Szene erspielt, mit charaktervollem Gesang und kraftvollen Melodien.

Donaufest Das vollständige Programm sowie alle wichtigen Infos und Neuigkeiten rund um das Donaufest erfahren Sie unter www.donaufest.de.

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