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Kirchenmusik

22.03.2016

Das Leiden einer Mutter

Zwei der Solisten: Catherina Witting (rechts) und Kinga Dobay.
Bild: Hub

Ulmer Kantorei stimmt mit Haydns „Stabat Mater“ auf die Karwoche ein

„Stabat Mater“ ist ein von etwa 600 Tonkünstlern in Musik umgesetztes lateinisches mittelalterliches Gedicht, das in der evangelischen Kirche fester Bestandteil der Karwoche ist und häufig am Karfreitag aufgeführt wird. In Ulm kann der Konzertgänger in der diesjährigen Karwoche „Stabat Mater“ gleich zwei Mal in der Pauluskirche hören: Eine glanzvolle Aufführung der Haydn-Vertonung ist bereits am Sonntagabend Albrecht Haupt mit seiner Ulmer Kantorei und dem Orchester Camerata Ulm gelungen; am Karfreitag selbst ist an gleicher Stelle dann Dvoráks Version mit dem Motettenchor der Münsterkantorei und dem Ulmer Philharmonischen Orchester zu hören.

Nach der sehr einfühlsam interpretierten kurzen und beliebten Mozart-Motette „Ave Verum“ stimmte Joseph Haydns 1767 komponiertes „Stabat mater“, das zu den bedeutendsten der zahlreichen Vertonungen des im Mittelalter hoch geschätzten Gedichts um das Leiden Mariens unter dem Kreuz ihres Sohnes gehört, auf die Passion der Karwoche ein. Haydn selbst hatte dieses Werk als das beste seines musikalischen Schaffens bezeichnet.

Andächtige Stille während des gesamten Konzerts

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Wohl auch weil das Konzert aufgezeichnet wurde, hätte man in der Pauluskirche während der Aufführung im Zuschauerraum eine Nadel fallen hören; so konzentriert-still war die Atmosphäre. Kirchenmusikdirektor Albrecht Haupt führte die Ulmer Kantorei und das Orchester mit fester Hand und differenziert durch das Werk. Unter den Solisten brillierten die strahlende Catherina Witting (Sopran) und Stephan Frieß (Tenor) mit feinem Einsatz. Dramatisch gestaltete Mezzosopran Kinga Dobay, die dem örtlichen Publikum besonders aus der Bizet-Oper „Carmen“ am Theater Ulm in Erinnerung ist, die Alt-Soli. Marcell Bakonyi überzeugte stimmlich, bisweilen agierte das Orchester bei seinen Soli allerdings etwas laut, sodass es für den 35-jährigen Ungarn nicht leicht war, mit seinem Bass bis zu den hinteren Sitzreihen durchzudringen.

Mit viel Applaus bedachte das Publikum die Sänger und Musiker sowie Albrecht Haupt nach der gelungenen Aufführung. (köd)

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