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Turmbau

13.02.2015

Das Münster wächst Klötzchen um Klötzchen

Das Lego-Münster soll bis Ende März fertig sein.
Bild: Legoland Deutschland

Die Lego-Version des Ulmer Wahrzeichens ist zur Hälfte fertig. Wettbewerb für Hobby-Bastler

Halbzeit beim Bau des Lego-Münsters. Nach sechs Wochen haben die beiden Modelldesignerinnen Vera Feldmann und Anastasia Trautwein das Kirchenschiff, das im Legoland Deutschland in Günzburg entsteht, oberhalb der ersten Fensterreihe geschlossen. Das Modell ist nun stolze 26 Zentimeter hoch. Momentan liegen die beiden im Zeitplan. Es dürfen jedoch keine größeren Komplikationen auftreten, damit das Modell pünktlich zum Saisonstart am 28. März fertiggestellt und der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Ende Mai wird es nach Ulm transportiert und wird dann im Münster zu sehen sein.

Der Nachbau des Ulmer Wahrzeichens verlangt den Modelldesignerinnen nicht nur Geduld, sondern auch großes Vorstellungsvermögen und Kreativität ab. Das Münster ist ein sehr filigranes Gebäude, das mit einer Vielzahl an Verzierungen und kleinen architektonischen Elementen ausgestattet ist. Dieses komplexe und faszinierende Gebilde aus Stein mit handelsüblichen Lego-Steinen nachzubauen und dabei den Wiedererkennungswert zu erhalten, erweist sich als große Herausforderung.

Eine Schwierigkeit ist der Maßstab 1:70. Oftmals ist es schlichtweg nicht möglich, alle Details der Fassade mit Lego-Steinen zu reproduzieren – weil selbst das kleinste Bauelement, die Lego-Noppe, für den Nachbau mancher Elemente des echten Münsters immer noch zu groß ist. „Dann gilt es abzuwägen zwischen dem Zwang zur Abstraktion und dem Anspruch, die Wiedererkennung zu gewährleisten“, erklärt Feldmann, die bereits seit Parköffnung als Modelldesignerin im Günzburger Familienfreizeitpark tätig ist. „Denn: Steine zu verändern und diese passend zu machen, kommt für uns nicht infrage – das ist Berufsehre.“ Ein weiteres Problem ist, dass das auf den ersten Blick formvollendet wirkende Münster nicht symmetrisch ist. Der Bauplan der einen Seite ist nicht auf die andere übertragbar, kein Element wiederholt sich, fast alle Fenster, Türen und auch die Höhen weichen voneinander ab. Dieser Umstand verursachte viel Arbeit bei der Planung, vor allem aber beim Bau selbst, um beispielsweise Höhenunterschiede der beiden Seiten auszugleichen. Als nächstes Element gehen die Designerinnen die Galerie an, dann folgt der Bau des Daches, ehe, quasi als Krönung des Projekts, der Bau der Türme in Angriff genommen wird.

Zum Münsterjubiläum gibt es auch einen Wettbewerb. Wer den Designerinnen nacheifern und zu Hause das Münster aus Lego nachbauen will, kann bis 20. März ein Bild davon an ulm125@ulm.de schicken. Zu gewinnen gibt es eine Modellbauführung im Legoland und eine Münsterführung. (az)

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