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Zuschauerstimmen

24.02.2018

Das Publikum verneigt sich vor Roberto Scafati

Starke Bilder: eine Szene aus „Dornröschen“.
Bild: Jean-Marc Turmes

„Dornröschen“, die letzte Ulmer Choreografie des Ballettdirektors, wird bei der Premiere gefeiert

Am Ende der „Dornröschen“-Premiere im Theater Ulm hielt es wohl niemanden auf seinem Platz: Stehend dankte das Publikum dem Ballettchef Roberto Scafati und seinem Ensemble mit langem Applaus und immer neuen „Bravo“-Rufen. Scafati, der 24 Jahre lang am Theater Ulm wirkte, wie auch die gesamte Ballettcompagnie verlassen die Stadt im Juni.

Unter den Premierenbesuchern war der Moskauer Musikwissenschaftler Nicolai Garniza. Er hat Peter Tschaikowskis Ballett ein Dutzend Mal gesehen, „in Moskau, in St. Petersburg, in Belfast“, darunter auch die ursprüngliche Choreografie von Marius Petipa. „Aber so habe ich sie noch nie gesehen“, verrät der Kenner. „Das war extrem gut. Nicht nur tänzerisch und choreografisch. Scafati hat sehr viel Gefühl in den Tanz gelegt. Ich kannte es nicht, dass in der Choreografie Humor stecken kann.“

Mit einem Rosenstrauß wartet Jutta Luksch nach der Premiere auf Roberto Scafati und die Tänzerinnen und Tänzer. „Es war so toll“, schwärmt die Unterelchingerin. „Scafati hat so viele sagenhafte Choreografien gemacht.“ Es sei „sehr traurig“, dass er Ulm verlässt.

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„Eine gelungene Abschiedsvorstellung“, lobt Götz Hartung. „Märchenhaft – und tänzerisch wie musikalisch herausragend.“ Es sei unglaublich, sagt der Ulmer, dass es möglich ist, mit einem so kleinen Ensemble eine derartige Leistung auf die Bühne zu bringen.

„Ein echter Künstler verabschiedet sich mit einem Knaller!“, konstatiert Christoph Ellegast aus Warthausen. „Sehr ausdrucksstark, ganz klasse!“ Er habe es im Theater Ulm noch selten gesehen, dass das komplette Publikum stehend applaudierte. „Man hatte das Gefühl, dass Scafati und die Compagnie alles hineinlegten. Wirklich toll!“

Aus Altheim kommt Peter Liebchen. „Kompakt erzählt“, lobt er. „Ich habe Dornröschen noch nie im Leben so gesehen. So ausdrucksstark. So liebevoll gemacht.“ Auch Liebchen fasziniert es, dass das sonst von einer großen Compagnie getanzte Ballett-Märchen mit zehn Tänzerinnen und Tänzern in eine solche Form gebracht werden kann.

„Meine Frau und ich beobachten Roberto Scafati seit 1994“, berichtet Hans-Günter Kessler. „Er hat so viel Farbe und Ideenreichtum ans Theater gebracht und so viel Empathie in seine Choreografien.“ Das Bühnenbild der Rose, in der Aurora ihren hundertjährigen Schlaf hält, habe ihn fasziniert, sagt der Biberacher.

„Schulnote 1 mit einem Sternchen“ möchte der Böblinger Tristan Zerdick für die Premierenaufführung vergeben. „Ich bin kein großer Ballettkenner, aber ich finde, dass sich klassisches Ballett oft vom Menschen entfernt. Schön anzusehen, aber irgendwie leer.“ In dieser Choreografie sei es ganz anders gewesen. „Hier wurden Lebensrealitäten angesprochen und man konnte sich total identifizieren. Ganz, ganz toll!“ (köd)"Feuilleton

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