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21.07.2010

Das S-Bähnle kommt schneller als gedacht

Senden Das "S-Bähnle" kommt schneller als gedacht - im Winter 2011/2012 soll schon der erste Schienenbus im Probebetrieb zwischen Weißenhorn, Ulm und Senden verkehren. Und dass das auch zeitgerecht klappt, müssen die Eigentümer der Strecke, die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU), auch bald mit dem Bau der Haltepunkte beginnen. Die aktuellen Details stellte die SWU gestern Bürgermeister Kurt Baiker vor. Dem gefällt das Konzept, nur fordert er neben Bahnhof, Witzighausen und Wullenstetten noch einen weiteren Stopp im Sendener Norden.

Gleise werden ertüchtigt

Im ersten Schritt müssen auch die Gleise ertüchtigt werden, denn auf der Strecke fährt derzeit nur ein Güterzug. Wenn die S-Bahn dann aber künftig mit 80 bis 100 Kilometer pro Stunde entlangbrausen soll, müssen die Schienen schon mehr aushalten. Parallel hierzu ist der Bau der Haltepunkte vorgesehen, den die SWU trägt. Die Stadt Senden wird lediglich im Rahmen des Betriebs für Arbeiten wie Räumen und Streuen im Winter zuständig sein. "Was das finanziell ausmacht, können wir derzeit freilich noch nicht sagen", so Baiker. Doch er freut sich auf das neue Konzept des öffentlichen Personennahverkehrs, das neben Senden auch für die Region ein "Konjunkturbeleber" sei.

Ein Haltepunkt kostet die SWU zwischen 400 000 und 600 000 Euro. Jeder Stopp soll auf einer Länge bis zu 180 Metern ausgebaut werden und auch Park-and-Ride-Flächen sowohl für Autos als auch für Räder bereithalten.

Das S-Bähnle kommt schneller als gedacht

Was Senden angeht, soll natürlich der Bahnhof ein Halt sein, ferner der alte Bahnhof Witzighausen sowie Wullenstetten. Was noch fehlt, sei ein Stopp im Norden. "Und der ist ganz wichtig", so Baiker. Am Tag pendeln an die 3000 Arbeitnehmer nach Senden ein, 4500 aus. Die fahren vor allem Richtung Blautal. Diese Ströme gelte es nun zu erfassen, sagt der Bürgermeister. Voraussetzung sei ein attraktives und gut vertaktetes Fahrplanangebot, gekoppelt mit Schnellbussen.

Die SWU wird das Konzept nun erneut überarbeiten, erklärte Kurt Baiker gestern vor der Presse. "Wir wollen, dass es funktioniert. Denn nur so können wir unseren Wirtschaftsstandort weiter stärken", denkt der Rathauschef. Aber auch eine optimale Anbindung der Schulen gehöre dazu. Im Zuge des S-Bähnle-Ausbaus wird auch die Buslinie Wullenstetten-Witzighausen eingestellt. Stattdessen führt die Linie über den Bahnhof Senden. Die Verbindung Aufheim wird neu über Gerlenhofen führen. Die Linie 76 (Wullenstetten) bleibt erhalten.

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